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Kleine Revolution in Indien – oberstes Gericht legalisiert Homosexualität

Es ist eine kleine Revolution, die sich gerade durch einen höchst offiziellen Richterspruch im Staate Indien abspielt, denn in einem historischen Grundsatzurteil schaffte laut eines Berichts der britischen BBC das oberste Gericht von Neu Delhi nun ein Verbot von Homosexualität ab, das seit der Kolonialzeit fest in der indischen Verfassung verankert war.

Der aus dem Jahre 1860 stammenden Paragraph Section 377 untersagte bislang gleichgeschlechtliche sexuelle Handlungen und stellte diese in der Vergangenheit unter eine Freiheitsstrafe zwischen zehn Jahren und lebenslänglich. Zwar wurde seit beinahe 20 Jahren Homosexualität nicht mehr mit Gefängnis bestraft, die gesellschaftliche Ächtung von gleichgeschlechtlicher Liebe aber blieb enorm.

Mit dem wegweisenden Urteilsspruch des Gerichtes in Neu Delhi will Indien den Weg zu einem offeneren und normaleren Umgang mit Homosexualität beschreiten. In einer Erklärung zum Urteil hieß es, die Ächtung von gleichgeschlechtlicher Liebe als "widernatürliches Verhalten" sei diskriminierend und verstoße gegen die Grundrechte des Menschen.

Bild: Voobie (Flickr), daniel zimmel (Flickr)

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