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Klinikskandal in USA - Frau stirbt im Wartezimmer

Frau stirbt im Wartezimmer einer Klinik - Man möchte meinen, dass man in einer Klinik gut aufgehoben ist und Ärzte einem helfen, wenn man sich schlecht fühlt. So wohl nicht in den USA, wo eine Frau, Esmin Green, im Wartezimmer starb.

Die 49-jährige Esmin Green befindet sich im Wartezimmer einer psychiatrischen Klinik, als sie vom Stuhl fällt, mit dem Gesicht auf eine Sitzbank schlägt und schließlich in einer Ecke des Wartezimmers zu Boden sackt und Krampanfälle bekommt. Ganze 30 Minuten kämpft die Frau im Wartezimmer um ihr Leben und bleibt schließlich reglos liegen. Die Aufnahmen der Überwachungskameras zeigen, wie Sicherheitsleute, andere Patienten und medizinische Mitarbeiter dem Sterben von Esmin Green zugeschaut haben.

Es geht soweit, dass ein Angestellter die Sterbende Esmin Green auf dem Boden liegen sieht und nicht reagiert. Später kommt er noch einmal auf einem Bürostuhl angerollt und schaut nochmal aus einigen Metern Entfernung nach Green. Allerdings steht er nicht vom Stuhl auf und rollt wieder weg. Mindestens drei Mal scheinen Sicherheitsleute und ein Mitglied des medizinischen Personals den regungslosen Körper von Esmin Green im Wartezimmer zu bemerken. Doch niemand überprüft, ob sie Hilfe braucht. Erst nach fast einer Stunde ist eine Ärztin bei der Patientin, kann aber nur noch deren Tod feststellen. Woran die Esmin Green starb, soll durch eine Obduktion geklärt werden.

Dies alles geschah am 19.Juni. Esmin Green wurde am Tag zuvor wegen "Erregung und Psychose" unfreiwillig ins Krankenhaus gebracht. Später habe die Klinik die Akte der Patientin sogar gefälscht, um den Vorfall zu vertuschen. "CNN" berichtet, dass obwohl das Überwachungsvideo zeige, dass die gebürtige Jamaikanerin Esmin Green um 5.32 Uhr kollabierte und um 6.07 Uhr aufhörte, sich zu bewegen, das Personal protokolliert habe, die Patientin sei um 6 Uhr auf Toilette gegangen und habe um 6.20 Uhr ruhig im Warteraum gesessen. Nun wurden angeblich sechs Mitarbeiter entlassen.

Die Aufnahmen der Überwachungskameras

Leider ist das kein Einzelfall. In Los Angeles, im Martin Luther King Jr.-Harbor Hospital, kam es im Mai 2007 zu einer ähnlichen Tragödie. Während Edith Isabel Rodriguez in der Notaufnahme ganze 45 Minuten Blut spuckt, wird sie vom Klinikpersonal ignoriert. Ihr Mann kann nichts anderes tun, als die Polizei anzurufen und mitzuteilen, dass seiner Frau nicht geholfen wird.

Heute kam die L.A. Times in Besitz der Bilder und des Telefongesprächs.

Quelle: N-TV, www.wnyc.org, Stern.de

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