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Köhler-Nachfolger: Ursula von der Leyen offenbar Favoritin

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen soll offenbar neue Bundespräsidentin werden. Die Regierungskoalition aus CDU und FDP plant, von der Leyen für die Nachfolge von Horst Köhler vorzuschlagen. Die Opposition sieht das Vorhaben kritisch.

Neben Ursula von der Leyen stehen noch die Namen von Bundestagspräsident Norbert Lammert und Finanzminister Wolfgang Schäuble im Raum für das Amt des Bundespräsidenten. Aber Ursula von der Leyen soll laut dem Nachrichtensender n-tv Favoritin für die Kandidatur sein. Auch die CSU würde die Arbeitsministerin unterstützen.

Nun soll die Kandidatur von Usula von der Leyen sehr schnell offiziell gemacht werden. Laut n-tv schon am Freitag. Am 30. Juni soll dann die Bundesversammlung einen neuen Präsidenten bestimmen. Da CDU und FDP dort eine Mehrheit haben, wäre die Wahl dann nur noch Formsache.

Die Opposition sieht die mögliche Kandidatur der aufgrund ihrer sehr radikalen Einstellung zum Internet als 'Zensursula' bei ihren Gegner bekannten von der Leyen kritisch. SPD-Fraktionsvorstandsmitglied Sebastian Egathy sagte im ZDF, dass die Kandidaten alle nicht überzeugend seien und brachte FDP-Politikerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger ins Spiel.

Die Linke kritisiert die Tatsache, dass eine Ministerin während der Legislaturperiode aus ihrem Amt genommen werden soll. Das sei nicht gut, so Gesine Lötzsch. Und der kommissarische Bundespräsident Jens Böhrsen (SPD) hätte gerne einen überparteilichen Kandidaten. 'Das Amt des Bundespräsidenten sollte nicht ein Ergebnis parteipolitischer Festlegungen sein', so Böhrnsen. Auch im Internet regt sich Unmut. Bei Facebook erfreuen sich neu gegründete Gruppen großem Zuspruch, die die Kandidatur von Ursula von der Leyen stark kritisieren.

Bild: YouTube

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