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Kölsch stirbt aus

Der "Atlas der bedrohten Sprachen" hat fast wie abgesprochen zur Weiberfastnacht den Kölschen Dialekt als aussterbende Sprache klassifiziert. Damit gehört das Limburgisch-Ripuarische, wie der wissenschaftliche Ausdruck für das Kölsche ist, zu einer von circa 3000 Sprachen, die vom Aussterben bedroht sind.

Der "Atlas der bedrohten Sprachen" erschien dieses Jahr in seiner dritten Ausgabe und wird herausgegeben von der Unesco. Zuvor war der Atlas 1996 und 2001 erschienen. Der Atlas erklärt warum bestimmte Sprachen oder Dialekte nach und nach verschwinden, welche Gebiete der Erde besonders betroffen sind und was getan werden muss, um die sprachlichen Eigenarten zu erhalten.

Der 21. Februar ist gleichzeitig der Internationale Tag der Muttersprache und feierte dieses Jahr damit sein zehnjähriges Jubiläum, seit seiner Ausrufung durch die Unesco im Jahr 1999. Ziel des speziellen Feiertags soll die Erinnerung an die sprachliche Vielfalt und die Förderung der kulturellen Identität sein. Der Fokus liegt dabei vor allen Dingen auf all den Sprachen, die noch von weniger als 10.000 Menschen gesprochen werden.

Seit diesem Jahr ist auch eine interaktive digitale Datenbank veröffentlicht worden, die 2500 Sprachen beinhaltet und für Jeden zugänglich ist. Die Datenbank ist in langjähriger Zusammenarbeit von Sprachwissenschaftlern aus aller Welt entstanden. Das Kölsche wurde von Wissenschaftlern als "unsichere" Sprache eingestuft, was bedeutet, dass Kinder die Sprache zwar noch lernen, aber die Nutzung auf bestimmte Lebensbereiche oder –orte, wie dem eigenen Zuhause beschränkt bleibt.

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