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Kondomverkauf in Drogerie durch Kirche verboten

Einer Schlecker-Filiale in Fulda wurde der Verkauf von Kondomen verboten. Dies bestimmte die katholische Kirche, der das Haus, wo die Drogerie untergebracht ist, gehört.

Auch wenn die Bezirksleiterin es "nicht zeitgemäß" findet, ändert die Kirche ihre Meinung nicht und die gewöhnliche Drogerie wird zur Touristen-Attraktion. Schließlich ist es womöglich die einzige Drogrie-Filiale in Deutschland, die keine Präservative im Regalständer hängen hat.

Die Firma Anton Schlecker darf laut einer Sittenklausel im Mietvertrag keine Artikel verkaufen, die dem Ansehen der Kirch schaden könnten.

Der Unmut ist groß: "Durch diese Vorschrift geht Umsatz verloren. Wir müssen Kunden, die Kondome kaufen wollen, zur Konkurrenz schicken,“ so die Filialleiterin. Außerdem habe sie auch schon mit dem Bischof darüber gesprochen, denn es gehe ihr nicht nur um die Einnahmen, sondern auch um die Sexualhygiene. Doch auch an dieser Tür fand sie kein Gehör und füge sich nun dem kirchlichen Willen.

Die Kirchengemeinde St. Blasius, der das Haus gehört, spricht ungern über das Thema und verweist zum übergeordneten Bischöflichen Generalvikariat. Dort spricht Bistumssprecher Christof Ohnesorge : „Ich weiß nicht, was daran kurios sein soll, die Kirche kann nicht einerseits mechanische Verhütungsmittel ablehnen, aber andererseits dulden, dass in einem Haus der Kirche mit Kondomen Geschäfte gemacht werden.“

Deshalb verankerte die Kirche im Mietvertrag eine Sittenklausel, nach welcher in den Räumen nichts vonstattengehen dürfe, was das öffentliche Ansehen der katholischen Kirche herabsetzen könnte. Auch erotische Unterhaltungsmedien dürften nicht angeboten werden.

Quelle: Welt.de
Bild: Kirsten Weeks (Flickr)

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