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Kulturzentrum Rote Flora: Situation in Hamburg eskaliert

In Hamburg wird die Situation auf den Straßen immer bedrohlicher, Polizei und Demonstranten liefern sich Straßenschlachten, es geht um den geplanten Abriss des linken Kulturzentrums Rote Flora. Die Demonstranten wollen es erhalten und sind dazu anscheinend zu allem bereit, sie griffen Polizisten mit Flaschen, Steinen und Böllern an.

Etwa 7300 Menschen, vorwiegend aus dem linken Spektrum, wie es auf SPIEGEL online heißt, seien am Samstagmittag auf die Straße gegangen. Etwa 5000 davon werden von der Polizei als gewaltbereit eingestuft. Sie hätten Baustellenabsperrungen auf die Straße gezogen und einen Drogeriemarkt, in dem sich noch Kunden befanden, mit Steinen attackiert.

Die Polizei rückte daraufhin an und wollte die Demonstration auflösen. Und ging nicht weniger rigoros vor. Bei einer Auflösung einer Demonstration würden die Demonstranten nicht mehr unter den Schutz des Versammlungsrechts fallen, sagte eine Polizeisprecherin. In einem Bereich von 200 Metern Länge wurden die Demonstranten von den Beamten eingekesselt worden. Außerdem habe eine Straßenabsperrung lichterloh gebrannt. Einige Polizisten seien verletzt worden. Über die Verletztenzahl der Demonstrante gäbe es keine Informationen.

Die Stimmung sei aggressiv gewesen, sagte eine Augenzeugin. Christiane Schneider von der Bürgerschaftsfraktion der Linken meinte, die Polizei habe eine eskalierende Taktik gewählt. Inzwischen ist der Platz um die Rote Flora komplett geräumt. Trotzdem befindet sich Hamburg im Ausnahmezustand. Im Bereich der Innenstadt können Polizisten noch bis 23 Uhr jeden Bürger ohne Angaben von Gründen kontrollieren oder in Gewahrsam nehmen.

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