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Künstlerin Jeane-Claude ist verstorben

Wie die Medien berichten, ist Jeane-Claude, die Ehefrau von Christo, im Alter von 74 verstorben. Sie ist bekannt für die Verhüllungsaktionen, die sie zusammen mit ihrem Mann geplant und ausgeführt hat. In Deutschland hat das Paar durch die Verhüllung des Reichstages in Berlin breite Bekanntheit erlangt.

Sie war am Mittwochabend in einem Krankenhaus in New York verschieden, nachdem eine erweiterte Ader in ihrem Gehirn geplatzt war. Christo hatte mit ihr noch an zwei Großprojekten gearbeitet. Zum einen wollte beide eine zehn Kilometer lange Wegstrecke am Fluss Arkansas verhüllen, sowie ein Projekt realisieren, das mit 400.000 aufeinander gestapelten Ölfässern in den Vereinigten Arabischen Emiraten zu tun hat.

Jeane-Claude kam am 3. Juni 1935 auf die Welt und ist damit am selben Tag geboren worden, wie ihr Mann Christo. Das Paar lernte sich 1958 in Paris kennen, bekam 1960 ihren Sohn Cyril und heiratete im Jahr 1962. Das Paar stieg über die Jahre hinweg zu Superstars der Kunstszene auf.

Die Verhüllung des Reichtstages gilt als ihr Meisterwerk, für dessen Realisierung sie fast 25 Jahre gekämpft haben, bevor es 1994 durch den Bundestag genehmigt wurde. Weitere Werke beinhalten Verhüllungen an der Küste von Australien, an der Brücke Pont Neuf in Paris und in einem Tal der Rocky Mountains.

Das Paar hatte ihre Werke immer eigens finanziert und Sponsoren und Zuschüsse von staatlichen Quellen stets abgelehnt, weil ihre Kunst frei sein sollte. In diesem Sinn hat Jeane-Claude auch ihren Körper nach ihrem Ableben der Wissenschaft zur Verfügung gestellt. Nachdem Tod seiner Frau Jeane-Claude will Christo die angefangen Werke in ihrem Sinne vollenden.

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