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Lady Bitch Ray verliert Prozess gegen Radio Bremen

Rapperin Lady Bitch Ray hat ihren Prozess verloren. Die 27-Jährige hatte gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber Radio Bremen geklagt. Von 2002 bis 2006 war sie für die Radio-Bremen-Produktion Funkhaus Europa als freie Mitarbeiterin tätig. Nachdem sie einige ihrer Rap-Tracks mit pornografischen Inhalten im Internet veröffentlichte, wurde sie entlassen. Vor Gericht wollte Lady Bitch Ray in einem Prozess klären, dass sie arbeitnehmerähnlichen Status hatte und die Entlassung nicht rechtens gewesen wäre. Sie behauptete, nachdem ihr Song über eine fiktive Sex-Orgie veröffentlicht worden war, keine Aufträge mehr von dem Sender bekommen zu haben.

Das Landesarbeitsgericht entschied nun jedenfalls, dass Lady Bitch Ray nicht die entsprechenden tarifvertraglichen Voraussetzungen erfüllt, um in diesem Verhältnis als Arbeitnehmerin zu gelten. Eigentlich ist es kaum ein Wunder, dass sie mit der Klage nicht weit kam. Während sie sich öffentlich auf künstlerische Freiheit beruft, versucht sie im Gericht Sozialleistungen und Bestandschutz zu erwirken, zwei völlig verschiedene Sachen. Dennoch, nachdem Lady Bitch Ray den Prozess verloren hatte, kündigte sie bereits an, in Revision zu gehen.

Bilder derPorno-Rapperin Lady Bitch Ray

Aber auch sonst ist die Rüpel-Rapperin in aller Munde. Ständig sorgt die Dame mit dem Hang zum Vulgären für Aufsehen durch Internetvideos oder bezeichnende Fernsehauftritte. Erst zuletzt erhitzte sie die Gemüter von Zuschauern und Sendeanstalt, als sie im April bei Schmidt & Pocher zu Besuch war. Nackte Po-Backen, angebliches Vagina-Sekret als Gastgeschenk und ein wenig Fäkalsprache haben für den kleinen Skandal gereicht. Therese Wieland, katholische Südwestrundfunkrätin, beschwerte sich lautstark. Die Öffentlich-Rechtlichen verzichteten auf die Wiederholung der Sendung, Harald Schmidt soll sich sogar von der Darbietung seines Kollegen Pocher distanziert haben, der in besagter Show mal wieder leicht pubertär wirkte.

Der WDR-Runkfunkrat hat derweil die Beschwerde über den Auftritt wahrgenommen, verzichtet aber auf weitere Schritte. Ein Gremium habe die Angelegenheit diskutiert, aber es seien keine Beschlüsse gefasst worden oder in Planung. Somit bleibt der TV-Ausrutscher für Schmidt & Pocher ohne Folgen. Die rappende Doktorandin selbst hatte sich nicht zu dem Auftritt oder den Reaktionen geäußert. Das lag aber vielleicht auch daran, dass Lady Bitch Ray selbst genug mit ihrem Prozess beschäftigt war.

Quelle: FOCUS Online

Bild: YouTube

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