Landesweites Rauchverbot in der Türkei

Wie die Süddeutsche berichtet, gilt in der Türkei ab sofort ein landesweites Rauchverbot in Restaurants, Kaffeehäusern und Bars. Das Verbot wird seit Sonntag umgesetzt, so dass vielerorts die Aschenbecher aus den Gastronomien verschwunden seien.

In Großstädten wie Istanbul gab es Kontrollen, um zu überprüfen inwieweit sich Gastwirte und Kunden an das neue Gesetz halten. In vielen Gasthäusern hatten die Wirte extra Plakate aufgestellt, um auf die neue Gesetzeslage aufmerksam zu machen.

Vor allen Dingen die Betriebe kann das teuer zu stehen kommen. Während Raucher bei Nichteinhaltung mit umgerechnet 35 Euro geradezu milde bestraft werden, können die Wirte mit Strafen belastet werden, die über 2500 Euro liegen.

In Freiluft-Einrichtungen, also Teegärten oder Freiluftrestaurant darf allerdings auch in Zukunft geraucht werden, wenn Abdeckungen wie Zelte oder Sonnenschirme nicht vorhanden sind. Bei ersten Kontrollen waren vor allen Dingen Meinungsverschiedenheiten darüber, ob bestimmte Bereiche eines Betriebes als Freiluft-Einrichtung gelten oder nicht, an der Tagesordnung.

Verstöße wurden allerdings zunächst mit Verwarnungen und nicht mit Geldstrafen geahndet. Die Großteil der Bevölkerung sieht das Rauchverbot als positiv an. Die Idee eines landesweiten Rauchverbotes in der Türkei stammt von Gesundheitsminister Recep Akdag, der selbst Familienmitglieder durch die Folgen des Rauchens verloren hat.

Bild: Mircea Ostoia (Flickr), Colin (Flickr)

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