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Kriegsreporter in Libyen getötet

In Libyen sind die Kriegsreporter Tim Hetherington und Chris Hondros am Mittwoch Opfer eines Mörserangriffs durch die Gaddafi-Truppen geworden. Journalistenkollegen weltweit sind schockiert und betrauern den Verlust der engagierten Reporter.

Sie berichteten aus nächster Nähe und machten den Krieg in Libyen so für eine breite Öffentlichkeit sichtbar. In der kriegsgeschüttelten Stadt Misurata ließen die beiden bei einem Angriff nun mit nur 41 Jahren ihr Leben. Zwei weitere Journalisten, Guy Martin und Michael Brown, wurden bei ihrer Tätigkeit in der Nähe der Frontlinie verletzt, Guy Martin schwebt noch in Lebensgefahr.

Die Ärzte sollen noch versucht haben, Tim Hetherington wiederzubeleben, doch er habe bereits zu viel Blut verloren gehabt. Der Brite Hetherington war in seinem Berufsleben an den Krisenschauplätzen der Erde unterwegs und dokumentierte unerschrocken und unvoreingenommen das Geschehen. Für seinen Film 'Restrepo', der den Afghanistaneinsatz der USA aus Sicht der Soldaten dort dokumentiert, bekam er eine Oscar-Nominierung.

Human Rights Watch lobte seinen unermüdlichen Einsatz für die Menschenrechte. Durch seine brillanten Fotos habe er längst vergessene Kriegsschauplätze immer wieder ins öffentliche Bewusstsein gerufen.

Auch der deutschstämmige Kriegsreporter Chris Hondros berichtete seit 20 Jahren von den Krisenherden dieser Welt. Als renommierter Journalist berichtete er für große amerikanische Zeitungen und war für den Pulitzerpreis nominiert. Er wollte anscheinend in Kürze heiraten und hinterlässt einen dreijährigen Sohn.

Der Tod der beiden Kriegsreporter ruft auf schreckliche Weise in Erinnerung, dass hinter den Bildern aus Libyen Menschen stehen, die ihr Leben dafür riskieren uns zu informieren.

Quelle: spiegel.de, rundschau-online.de
Bild: youtube.com

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