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Nato prüft alle Optionen gegen Libyen und überwacht 24 Stunden aus der Luft

Die Situation in Libyen wird von Tag zu Tag unübersichtlicher – fest steht jedoch, dass Staatschef Muammar el Gaddafi mehr denn je dazu entschlossen ist, mit aller Macht und Härte gegen sein Volk vorzugehen, die Nato sieht sich noch relativ ratlos den Vorkommnissen gegenüber. Glaubt man den Berichten aus den Tageszeitungen und den Nachrichten, ist jedoch eine militärische Intervention in den kommenden Tagen noch nicht zu denken.

Einigkeit besteht bislang nur darin, die Luftüberwachung über dem nordafrikanischen Staat mit den bekannten AWACS-Aufklärungsflugzeugen von zehn Stunden täglich auf 24 Stunden auszudehnen. Ab sofort wird der gesamte Flächenstaat aus der Luft genau überwacht und dokumentiert, über eine umfassende Flugverbotszone wird indes noch immer diskutiert, auch hierfür bräuchte es eine eindeutige Genehmigung des UN-Sicherheitsrates.

In den letzten Tagen zögerte Gaddafi auch nicht, seine Luftstreitkräfte gegen das eigene Volk einzusetzen, nun versucht die Nato immerhin mit allen Mitteln, diesem blutigen Treiben ein Ende zu bereiten. Wie viele Menschen bei den Unruhen und den militärischen Gegenschlägen des Diktators ihr Leben ließen, kann kaum genau gesagt werden. Doch deutlich ist auch die Angst der Nato-Länder zu spüren – nach Afghanistan und Irak will sich niemand auf ein erneutes Himmelfahrtskommando einlassen.

Über genaue Aktionen und Beschlüsse wird es erst am kommenden Freitag genaues zu berichten geben. Geprüft werde derzeit sogar eine Option, Waffenlieferungen an Rebellengruppen zu ermöglichen, damit diese das Regime zum Sturz bringen könnten. Doch erst am Freitag, wenn Staats- und Regierungschefs beim Libyen-Sondergipfel in Brüssel über das eigene Handeln entscheiden, wird man wissen, wie sich die Nato verhalten wird.

Quelle: Focus.de
Bild: YouTube 1 und 2

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