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Forscher spielen Star Trek: Mit einem Lichtstrahl die Welt bewegen

In der ScienceFiction-Serie Star Trek werden Menschen und Dinge gebeamt und tauchen plötzlich an anderen Stellen auf. Jetzt haben Forscher der Universität St. Andrews sich mit einem anderen Prinzip beschäftigt, dass viele SciFi-Fans so schon aus dem Fernsehen kennen. Ganz so cool wie das Beamen ist es nicht, aber doch sehr viel lebensnaher hilfreich: Dinge - von Kugelschreiber bis Raumschiffgröße - können vom Traktorstrahl gehalten, verschoben und allgemein bewegt werden.

Wie genau der funktioniert wissen Fans der Serie, aber in der Realität funktioniert er - so viel direkt - nicht für riesige Objekte. Stattdessen bewegen die Forsche winzige einzelne Partikel und Moleküle auf der Größe von weißen Blutkörperchen. Sehr vereinfacht gesprochen werden sie durch die Anziehungskraft des Lichts bewegt und können damit manipuliert werden. Einige Teile veränderten durch den konzentrierten Lichtstrahl sogar ihre Struktur - und machten damit die Traktor-Wirkung des Strahls noch stärker.

Die Forscher stammen aus unterschiedlichen Forschungsgebieten und kooperierten zwischen Schottland und der Tschechischen Republik um an die neuen und bahnbrechenden Ergebnisse zu gelangen. Größere Objekte werden sich mit dieser Technologie zwar wohl nie bewegen lassen, aber die Manipulation im Mikrokosmos ist schon aufregend genug. Immerhin kann man sich sehr viele Anwendungsbiete vorstellen und auch die Forscher selbst verweisen auf die vielen Möglichkeiten, ihre Studie fortzusetzen: Zunächst einmal ist die Trag- oder Ziehfähigkeit des Strahls von den Eigenschaften der Moleküle abhängig und ermöglicht damit so etwas wie ein schnelles Sortierverfahren kleinster Teilchen. Das könnte man nutzen, um beispielsweise die verschiedenen Bestandteile einer Zelle voneinander zu trennen und so zu untersuchen. Aber auch in benachbarten Gebieten soll es Anwendungen geben.

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