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Deutsche Politiker und ihre Lieblingsvereine

Wenn der Ball bei einer Fußbalwelt- oder europameisterschaft rollt, dann ruht die Politik meistens. Die Politiker sitzen dann vor dem Fernseher, gerne auch mit der gesamten Parteispitze und feuern die deutsche Nationalmannschaft an. Im Alltag haben Politiker aber auch ihren Lieblingsverein, sei es aus der Bundesliga oder der 2. Liga. Oft sind es Vereine aus der Region, aus der die Politiker stammen. Manchmal aber schließen sie sich auch Vereinen an, die aus einem ganz anderen Flecken von Deutschland stammen.

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Klaus Wowereit

Der SPD-Politiker hat sich inzwischen von der Berufspolitik zurückgezogen. Von 2001 bis 2014 war er Regierender Bürgermeister von Berlin, seiner Heimatstadt. Aber er hat sich nicht den besten Verein der Hauptstadt ausgesucht, sondern sympathisiert mit Union Berlin. Dieser Club ist seit wenigen Jahren drauf und dran aus der 2. Liga aufzusteigen. Viele Berliner halten diesen Verein für den einzig wahren und mögen den großen Konkurrenten eher weniger. Bei dem ehemaligen SPD-Politiker scheint das genau so zu sein

Jürgen Trittin

Anders verhält es sich bei Jürgen Trittin. Als Politiker der Partei der Grünen sind die Farben ja schon vorbestimmt. Aber es ist reiner Zufall, dass sein Verein grün im Trikot hat. Der frühere Umweltminister stammt aus Bremen und deswegen bleibt er seiner Stadt treu. Als Fan von Werder Bremen hat er zwar in den letzten Jahren nicht so viel zu feiern gehabt, aber er hält dem Club die Daumen, in guten wie in schlechten Zeiten. Momentan geht es ja wieder etwas bergauf in der Bundesliga.

Roland Koch

Dieser Mann ist von der CDU und er war von 1999 bis 2010 Ministerpräsident von Hessen. Seine Sympathiewerte sind durch einige ungeschickte Aussagen in dieser Zeit nicht gerade nach oben gestiegen. Aber fußballerisch bleibt er seinem Bundesland treu. Roland Koch ist Fan von Eintracht Frankfurt, dem Verein aus der Stadt, in der er auch geboren wurde. Das ist doch mal Lokalpatriotismus. Ist ja auch nicht besonders schwer, wenn man einen Bundesligisten vor der Tür hat, auch wenn der Club mal schwerere Zeiten durchmachen musste.

Gerhard Schröder

Der Alt-Bundeskanzler ist großer Fußballfan, das ist ja bekannt. Nicht ganz klar ist aber, welchen Verein er genau unterstützt. Er stammt aus Niedersachsen und viele ordnen ihn deswegen Hannover 96 zu. Natürlich besteht eine gewissen Bindung zu dem Club, aber im Grunde seines Herzen ist er für eine Mannschaft aus dem Ruhrgebiet. Man sieht Gerhard Schröder öfter im Westfalenstadion und deswegen scheint er großer Fan von Borussia Dortmund zu sein.

Günter Beckstein

Als Mann der CSU bleibt man seinem Bundesland natürlich treu. Günter Beckstein war mal Ministerpräsident von Bayern. Jetzt könnte man annehmen, dass er deswegen automatisch Fan eines weltberühmten Teams aus der Landeshauptstadt ist, wie es so viele Promis sind, auch wenn sie ganz woanders her stammen. Dem ist aber nicht so. Der Politiker und Jurist ist glühender Verehrer des 1. FC Nürnberg. Auch wenn er politisch immer an der Spitze stehen will, so geht er fußballerisch freiwillig in die Niederungen der 2. Liga hinab.

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