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Loriot gestorben - Im Alter von 87 Jahren

Wie sein österreichischer Verlag Diogenes bestätigt hat, ist Vicco von Bülow alias Loriot gestorben. In der Nacht vom 22. August 2011 starb der 87-jährige in Ammerland am Starnberger See an Altersschwäche. Loriot wurde mit zahlreichen Film- und Fernsehpreisen ausgezeichnet und erhielt unter anderem das Große Verdienstkreus mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Im Jahr 2004 bekam er den Jacob Grimm Preis für seinen Einsatz um die deutsche Sprache.

Mit seinem Werk 'Auf den Hund gekommen' zählte er 1954 zu den ersten Autoren des Diogenes Verlags. In etwa 60 Jahren erschienen 114 verschiedene Loriot-Bücher mit einer Gesamtauflage von mehreren Millionen Exemplaren. Mitte September 2011 wird das letzte Buch von Loriot, 'Bitte sagen Sie jetzt nichts' mit Gesprächen aus über vier Jahrzehnten veröffentlicht werden.

Loriot zählt zu den größten deutschen Unterhaltern der Nachkriegszeit und unzählige seiner Sketche sind zu Klassikern geworden. Seine zahlreichen Comics und Trickfilme, sowie seine beiden Kinofilme Ödipussi und Papa ante Portas sind unvergessen. Die ARD-Vorsitzende Monika Piel äußerste sich zum Tod Loriots: Seine Sketche seien zeitlos, seine Filme nicht nur Teil der deutschen Fernsehgeschichte, sondern vielmehr haben viele Dialoge schon einen Platz im Alltag gefunden. Vicco von Bülow werde unvergessen bleiben.

Wie die Tagesschau berichtet, wurde Loriot zunächst mit Zeitschriftencartoons bekannt. Für das ZDF entwarf er etwa die Figuren Wum und Wendelin. Mit seiner 2007 verstorbenen Partnerin Evelyn Hamann drehte er zahlreiche Sketche. Mit Wortwitz und Tiefsinn, Liebe zum Detail und einer großen Wandlungsfähigkeit hob sich Loriot von dem sonstigen Klamauk ab. Vor einigen Jahren zog sich Loriot aus der Öffentlichkeit zurück, alt und klapprig wolle er nicht gesehen werden. Nun ist Vicco von Bülow alias Loriot mit 87 gestorben, die Beisetzung wird im engsten Familienkreis stattfinden.

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