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Machen Jetlags langfristig vergesslich?

Vielflieger, die regelmäßig Zeitzonen überqueren, muten ihrem Körper mehr zu, als andere Menschen, denn die Jetlags können langfristige Vergesslichkeit hervorrufen. Das stellten jetzt Wissenschaftler der Universität Berkeley fest. Bis zu einem Monat können Jetlags nachwirken.

Bisher hieß es, dass Jetlags lediglich eine kurzfristige Müdigkeit hervorruft. Der menschliche Körper brauche einen Tag, um sich auf die neue Zeit und den geänderten Rhythmus einzustellen. Das ist offensichtlich falsch, wie die amerikanischen Wissenschaftler anhand einer Langzeitstudie jetzt feststellten. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift 'PLOS One' veröffentlicht.

Die Forscher störten einen Monat lang den Tagesrhythmus bei weiblichen Hamstern. Dadurch hatten die Tiere größere Schwierigkeiten, leichte Aufgaben zu lernen, als andere Hamster, die nicht gestört wurden. Und das erstaunliche war, dass die Hamster diese Probleme auch noch einen Monat nach Abschluss der Studie hatten. Es konnte eine Abnahme der Neuronenbildung im Hippocampus festgestellt werden. Das ist die Region im Gehirn, die für das Erinnern und Lernen zuständig ist.

Daraus leiten die Forscher jetzt ab, dass auch der Mensch Schwierigkeiten bei seinen kognitiven Fähigkeiten haben wird, wenn er einen unregelmäßigen Tages- und Nachtablauf hat. Das gilt aber nicht nur für Vielflieger, sondern für alle Menschen, die unregelmäßige Arbeitszeiten haben und oft zwischen Tag- und Nachtschicht wechseln. Für Menschen, die häufig das Flugzeug benutzen, geben die Wissenschaftler folgenden Tipp: Einen Tag Erholung pro Stunde Zeitumstellung. So könne der Vergesslichkeit durch Jetlags entgegen gewirkt werden.

Bild: artnbarb.com, Wikipedia

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