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Magazin veröffentlicht Nachruf auf noch lebende Jade Goody

Mit der aktuellen Ausgabe des englischen OK! Magazines dürfte sich die Redaktion ein journalistisches Eigentor geschossen haben, denn das Heft ist ein Nachruf auf die sterbenskranke Jade Goody, die allerdings noch am Leben ist. Tageszeitungen wie "The Sun" oder der "Daily Mirror" schrieben über das Entsetzen der Familienmitglieder und Freunde, als sie von der Ausgabe mitbekamen.

Jade Goody hat nach der Nachricht von ihrer unheilbaren Krankheit und ihrem nahen Tode angefangen ihr Sterben öffentlich zu machen und hat in dem Rahmen auch eng mit OK! zusammengearbeitet. Das Magazin hatte ca. 700.000 € für die exklusiven Rechte an ihrer Hochzeit gekauft und hatte auch über ihre Taufe berichtet.

Goody war von der Berichterstattung begeistert, gab ihr Pressesprecher Max Clifford bekannt, aber wertete den Nachruf in der aktuellen Ausgabe als inakzeptable und falsche Tat. Nach Meldungen von www.20min.ch räumte er allerdings auch ein, dass die bisherige Zusammenarbeit ja gut lief und sich der Chefredakteur selbst bei den nahen Verwandte Goodys entschuldigt hat.

Das Titelbild des Magazins ist schwarz umrahmt und zeigt Goody mit ihren Kindern und ist betitelt mit "In Loving Memory". Des weiteren wird in großen Buchstaben, der letzte Wille von Goody als ein Thema der Ausgabe angespriesen, mit weiteren exklusiven Interviews und Fotos. Die Vermarktung ihres Sterbens bekommt durch den Nachruf des OK! Magazins auf die noch lebende Goody einen sehr schlechten Beigeschmack.

Bild: Screenshot www.20min.ch

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