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Magazine küren Julian Assange zum Mann des Jahres

Der australische Wikileaks-Gründer Julian Assange ist jetzt von amerikanischen und italienischen Magazinen gefeiert und zum Mann des Jahres gekürt worden. Der 39-Jährige muss diesen Erfolg allerdings im Knast feiern.

Für die amerikanischen Magazine 'Death + Taxes' und 'Time Magazine' sowie den italienischen 'Rolling Stone' ist klar: Julian Assange ist der Mann des Jahres oder könnte dieser werden. Der Australier wurde 2010 mit seiner Enthüllungswebsite Wikileaks weltbekannt, als er ein Video zeigte, auf dem eine US-Hubschrauberbesatzung in Baghdad Zivilisten angriff. Zuletzt sorgte er mit tausenden geheimen Unterlagen für Aufsehen, in denen sich amerikanische Diplomaten despektierlich über Politiker aus der ganzen Welt äußerten.

Laut dem 'Time Magazine', in welchem Assange zur Wahl für den Titel 'Mann des Jahres' steht, werde Assange seinen Informationskrieg gewinnen. Denn je mehr er die Weltmächte mit seiner Website Wikileaks und den Veröffentlichtungen unter Druck setze, desto mehr Macht entwickele er selbst mit seiner Bewegung, vermeldet die BILD. 'Rolling Stone Italia' kürte ihn sogar zum Rockstar des Jahres 2010. Assange sei der Mann, der aus dem Netz auf die Erde fiel, heißt es in der Musikzeitschrift, die ihn mit Che Guevara vergleicht.

Und 'Death + Taxes' vermeldet, dass der Wikileaks-Gründer die Mechaniken der Macht und die Besessenheit von Informationskontrolle aufgedeckt habe. Julian Assange selbst sitzt allerdings weiterhin in Haft in Großbritannien. Schweden hatte Einspruch gegen seine Freilassung auf Kaution erhoben. Die Kaution beläuft sich auf 200.000 Pfund, das sind etwa 240.000 Euro. Der 39-Jährige, der wegen zweifacher Vergewaltigung angeklagt ist, würde eine elektronische Fessel tragen und müsste sich jeden Tag bei der Polizei melden. Ob Julian Assange auf Kaution freikommt, wird erst am Donnerstag entschieden.

Bild: Rolling Stone Italien

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