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"Mama Afrika": Musikstar Miriam Makeba ist gestorben

Die Stimme Afrikas Miriam Makeba ist tot. Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet, ist die 76-jährige in einer Klinik in Süditalien an einem Herzinfarkt gestorben. Am Abend zuvor spielte die Sängerin Makeba, die in ihrer Heimat respektvoll "Mama Afrika" genannt wird, noch auf einem Konzert, bevor sie von einem Rettungswagen in eine Klinik in Kampanien gebracht wurde und dort starb.

Miriam Makeba wurde am 4. März 1932 in Johannesburg geboren und wurde als Anti-Apartheid Aktivistin mit ihrem Hit "Pata, Pata" weltberühmt. Die Schauspielerin, Autorin und Komponistin wurde in ganz Afrika wegen ihres Engagements für Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden verehrt. Ihre Musik verband Jazz, Protest und Folklore und verhinderte 1960 sogar die Einreise in ihr Heimatland.

Makeba blieb während der Apartheid in London und reiste mit Unterstützer Harry Belafonte nach Amerika, wo sie 1968 den "Black Power"-Aktivisten Stokely Carmichael heiratete und daraufhin die USA verlassen musste. Nachdem sie in Guinea mit allen Ehren aufgenommen wurde, konnte "Mama Afrika" 1990, als sich das Apartheidsregime in Südafrika auflöste, wieder in ihre Heimat Johannesburg zurückkehren.

Makebas Engagement für Frieden und gegen Rassismus wurde im Jahr 2001 mit der Otto-Hahn-Friedensmedaille der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen honoriert.

Jeder kennt es: "Pata Pata" von Miriam Makeba

Quelle: focus.de, faz.net

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