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Martin Luther King starb vor 40 Jahren

Bürgerrechtler, Priester und wichtigster Vertreter im Kampf gegen die Unterdrückung der Afroamerikaner, Schwarzafrikaner und für soziale Gerechtigkeit, Martin Luther King, wurde heute vor 40 Jahren erschossen. Der Tod eines Menschen, der den gewaltlosen Widerstand propagierte, löste eine Welle von Unruhen aus - und bis heute hat sich sein Traum vom Ende der Rassenunterschiede nicht verwirklicht.

Am 4. April 1968 wurde Martin Luther King ermordet: Auf dem Balkon des Lorraine Motels in Memphis, wurde er mit einem einzigen Schuss von einem weißen Heckenschützen erschossen. In über 100 Städten kam es nach der Ermordung Kings zu Krawallen, bei denen 39 Menschen ums Leben kamen. Am 9. April 1968 wurde Martin Luther King unter der Anteilnahme von 50.000 Menschen in Atlanta auf dem South View Cemetery beerdigt. In seinen Sarg waren die letzten Worte seiner Rede "I have a dream" eingraviert: „Free at last! Free at last! Thank God Almighty, we are free at last!”

Wie alle Schwarzen wurde auch er durch die damalige Rassentrennung in den Südstaaten der USA diskriminiert. Die Rassentrennung trennte alle Bereiche des täglichen Lebens in schwarz und weiß, und ein ganz besonderer Fall von Diskriminierung brachte Martin Luther King zu seinem Bekanntheitsgrad.

Alles begann am 1. Dezember 1955, als die schwarze Bürgerrechtlerin Rosa Parks verhaftet wurde, weil sie sich weigerte, im Bus einem Weißen Platz zu machen, was wiederum zu einer großen Solidarisierungsbewegung innerhalb der schwarzen Bevölkerung führte. Martin Luther King, damals noch weitestgehend unbekannter, frischgebackener Priester, rief zum Boykott der städtischen Busse auf. Der "Montgomery Bus Boycott", sollte verdeutlichen, wie groß die wirtschaftliche Abhängigkeit der weißen Unternehmer von der schwarzen Bevölkerung war, und wie wenig Rechte ihnen im Gegenzug eingeräumt wurden. Erstmals erlangte ein schwarzer Protest in den USA weltweites Aufsehen. Über ein Jahr dauerte die Aktion, und endete mit einem vollen Erfolg. Die Rassentrennung in den Bussen wurde aufgehoben.

King wurde durch diese Aktion zu einem landesweit bekannten Mann. Er, der immer die Gewaltlosigkeit predigte, wurde in dieser Zeit dreimal tätlich angegriffen, überlebte drei Bombenattentate und kam zwischen 1955 und 1968 über 30 mal ins Gefängnis. Er reiste in den nächsten Jahren durch den Süden der USA und warb vehement dafür, sich gewaltlos und unnachgiebig für Bürgerrechte einzusetzen.

Höhepunkt war im August 1963 der "Marsch auf Washington". Rund 250.000 Menschen, ein Viertel davon Weiße, nahmen daran teil und hörten ihn in seiner Rede sagen "I have a dream". In diesem Augenblick schilderte er die Vision der Gleichheit von Schwarz und Weiß.

Im Jahr 1964 erhielt der Kämpfer für Rassengleichheit den Friedensnobelpreis.„Ich weigere mich, die Ansicht zu akzeptieren, dass die Menschheit an die sternenlose Nacht von Rassismus und Krieg gefesselt ist, so dass sie das Morgenlicht des Friedens und der Brüderlichkeit niemals zur Wirklichkeit werden lässt“, sagte King bei der Verleihung.

Im Jahr 1980 wurde Kings Geburtshaus zur National Historic Site erklärt. Seit 1986 ist der dritte Montag im Januar, in Anlehnung an Kings Geburtstag am 15. Januar, in den USA Nationalfeiertag, der so genannte Martin Luther King Memorial Day. Außerdem kaufte die „Martin Luther King Jr. Memorial Foundation“ 1987 das Lorraine Motel und wandelte es in das „National Civil Rights Museum“ um.



Martin Luther Kings berühmte Rede im August 1963





Quelle: Welt-Online, www.king-zentrum.de

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