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Massenhinrichtung in Teheran

In Teheran sind durch eine Massenhinrichtung die Urteile von 29 Verbrechern vollstreckt worden. Medienberichten ist zu entnehmen, dass dies die erste Massenhinrichtung im Iran seit 28 Jahren war. Alle 29 Männer sind erhängt worden. In Interviews mit dem iranischen Staatsfernsehen IRIB gaben die Verurteilten kurz vor ihrer Hinrichtung an, die Strafe verdient zu haben. Seit Beginn des Jahres sind im Iran damit mehr als 100 Menschen exekutiert worden.

Im letzten Jahr waren es laut Amnesty International mehr als 300 Menschen, die im Iran hingerichtet worden sind. Said Mortasawi, Staatsanwalt in Teheran, wird auf der Internetseite von IRIB zitiert: "Alle hatten Vorstrafen und begingen erneut Kapitalverbrechen wie Mord oder Drogenhandel." Im Iran droht Verbrechern die Todesstrafe bei Delikten wie Mord, Überfall, Vergewaltigung oder Drogenhandel.

Der Iran veröffentlicht keine offiziellen Zahlen zu den Todesstrafen. Amnesty International gibt aber an, dass sich das Land hinter China auf dem zweiten Platz befindet, was die Hinrichtungen angeht. Kritisiert wird vor allem, dass einige der Verurteilten noch minderjährig waren, als sie die Taten begingen. Staatsanwalt Mortasawi aber sagt gezielt: "Wir werden Teheran zum unsichersten Ort für Mörder und Drogenhändler machen", und scheint so auch die Massenhinrichtungen in Teheran zu rechtfertigen.

Quelle: tagesschau.de
Bild: YouTube

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