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Mayonaise-Werbung von Heinz sorgt in England für Aufregung

Ohhhje, prüdes England - Eine Mayonaise-Werbung des Konzerns Heinz wird nun wieder abgesetzt, weil die Bevölkerung die Werbung anstößig findet.

Was zu sehen ist? Folgendes:

Weil "Mum" in dieser Werbung von Heinz ein Mann ist und einen anderen Mann küsst, der also "Dad" sein wird, gibt es in England große Aufregung. Seit nicht einmal einer Woche läuft die Werbung im britischen Fernsehen und schon hat der Werberat gut 200 Beschwerden gesammelt.

Ausgerechnet in England, das so stolz auf seine Toleranz und so bekannt für gut gemachte und freche Werbung ist, bringen zwei sich küssende Männer die Gefühlswelt der Bevölkerung durcheinander. Es sei eben unangebracht, zwei sich küssende Männer zu sehen und wie bitte soll man Kindern die gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft erklären?

Ein ganz großes Dilemma. Dabei hatten wir in Deutschland ja auch unsere gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft mit Max und Holger, welche bald eine große Fangemeinde hatte.

Nicht so in England, hier muss "Mum", der, die Sandwiches schmiert von der Leinwand. Der Heinz-Konzern hat angekündigt, die umstrittene Majo-Werbung zu stoppen. "Es ist unsere Firmenpolitik, auf unsere Kunden zu hören", sagte Heinz-Manager Nigel Dickie dem Guardian. Eigentlich sollte die Werbung auf eine humorvolle Weise für Mayonaise werben. Nun wolle sich der Konzern bei allen, die sich durch die Mayonaise-Werbung beleidigt fühlten, entschuldigen.

Dabei war die Gefahr, dass Kinder durch die küssende Männer verunsichert werden äußerst gering. Im Umfeld des Kinderprogramms darf die Majo-Werbung nämlich gar nicht ausgestrahlt werden: Das Produkt ist ungesund.

Also keine küssenden Männer in England die für Majo Werbung machen. Vielleicht haben wir ja bald wieder in Deutschland eine Werbung mit gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaft...

Quelle: SZ

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