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Meeres-Sensation: Japaner filmen einen Riesenkalmar

Japanische Meeresbiologen schafften eine mittelschwere Sensation, denn zum ersten Mal konnte ein Riesenkalmar gefilmt werden. Diese als Seeungeheur gefürchteten Tiere können bis zu 13 Meter lang werden und der Sage nach sind sie in der Lage, ganze Segelboote in die Tiefe zu ziehen. Der gefilmte Kalmar war allerdings nicht ganz so groß und mit einem "Mittags-Snack", wie BILD online es nennt, zufrieden.

Das Forschungs-U-Boot machte die Entdeckung auf 630 Metern Tiefe. Aber bevor sie das Tier filmen konnten, mussten sie es bis auf 900 Metern Tiefe verfolgen. Außerdem brauchte es einige Köder, um den Riesenkalmar anzulocken. Einige Tintenfische wurden als Mahlzeit ins Meer geleitet. Dann klappte es tatsächlich mit den Filmaufnahmen.

Silbern habe der Kalmar geglänzt und das Tier machte einen riesigen Eindruck auf Tsunemi Kubodera vom nationalen Wissenschaftsmuseum in Tokio. "Es glänzte und war schön. Ich war so ergriffen, als ich ihn mit eigenen Augen sah", sagte der Leiter der Expedition. Zusammen mit zwei Kollegen war er mehr als 400 Stunden vor der Chichi-jima-Insel unterwegs, um solche Aufnahmen zu bekommen. Diese Insel liegt tausend Kilometer vor Tokio. Im Juli 2012 hat es endlich geklappt. Nun wird der Film auf den Sendern Discovery Channel in den USA und NHK in Japan gezeigt.

Der Riesenkalmar, der bei den Aufnahmen zu sehen ist, hat allerdings nicht die volle Länge, die so ein Tier erreichen kann. Normalerweise wäre er acht Meter lang. Er ist aber nur etwa halb so groß, weil bei ihm die riesigen Fangtentakeln fehlen. Imposant und furchteinflößend ist es trotzdem, was der Zuschauer zu sehen bekommt.

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