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Meilenstein: US Army erlaubt Homosexualität

Sensationelle Wendung bei den US-amerikanischen Bürgerrechten: Der Senat beendete in einer Abstimmung die seit 17 Jahren geltende Richtlinie 'Don’t ask, don’t tell', wonach sich schwule Soldaten nicht offiziell outen dürfen. Andernfalls wären sie entlassen worden. Bürgerrechtler bejubeln die Entscheidung als Meilenstein in der US-Militärgeschichte.

George W. Bush wird dieser Tage die Welt nicht mehr verstehen. Da dürfen nun also offiziell homosexuelle Soldaten sein Land in seinen Kriegen, in die er die USA gestürzt hat, verteidigen. Aber es ist wahr: 'Don’t ask, don’t tell' ist Geschichte. Diese Doktrin besagte, dass homosexuelle Soldaten ihre Neigung nicht preisgeben dürfen, im Gegenzug dürfen Vorgesetzte aber auch nicht danach fragen.

Präsident Barack Obama, der bei Amtsantritt versprach, 'Don't ask, don't tell' zu kippen, nahm diese Entscheidung erfreut auf und könnte die neue, geänderte Gesetzgebung im Militärrecht noch vor Jahresende unterschreiben. 'Tausende patriotische Amerikaner sind nun nicht mehr gezwungen, trotz jahrelanger vorbildlicher Leistungen die Streitkräfte zu verlassen, nur weil sie zufällig schwul sind', erklärte das US-Staatsoberhaupt.

Ehemalige Soldaten, die wegen ihrer Homosexualität aus dem Dienst entlassen wurden, jubeln ebenso über die Entscheidung des Senats: 'Das ist ein Schritt in einem sehr langen Prozess, ein Bürger mit gleichen Rechten zu werden', sagte Warren Arbury aus Savannah im Staat Georgia. Ein Bundesgericht brachte übrigens den Stein ins Rollen. Es hielt den Grundsatz 'Don’t ask, don’t tell' in der US Army für verfassungswidrig und sorgte somit für die Abstimmung im US-Senat.

Bild: Wikipedia 1, 2

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