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Mexiko und Aberglaube: Bürgermeister heiratet Krokodil

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Der Aberglaube treibt seltsame Blüten, in Mexiko ging es jetzt so weit, dass ein Bürgermeister ein Krokodil geheiratet hat. Was sich anhört, wie ein Gag, um eine Stadt oder ein Dorf bekannter zu machen, hat aber einen ernsten Hintergrund. Denn die Stadtoberen und auch die Einwohner glauben tatsächlich, dass sie die Ehe positiv auf das Wohl ihrer Heimat ausschlägt.

Es handelt sich bei dieser skurrilen Geschichte um das Fischerdorf San Pedro Huamelula. Die Hochzeit wurde finanziell von allen Mitgliedern des Stadtrates getragen. Alle, die sich nicht beteiligen wollten, wurden mit einem Bußgeld belegt. Die Zeremonie war sehr feierlich. Das Krokodil trug sogar ein weißes Kleid und die Hochzeitsgäste tanzten mit dem Reptil.

Nun muss aber auch erklärt werden, was dies alles soll. Die Fischer in dem Dorf halten das Krokodil für eine Prinzessin. Und eine Eheschließung mit dem Bürgermeister würde für einen guten Fischfang sorgen. Der Aberglaube besagt, dass die Fischernetze voll werden, wenn das Stadtoberhaupt die Prinzessin ehelicht. Und das hat Bürgermeister Joel Vazquez Rojas ja jetzt getan.

Und es war sogar der Wunsch des Politikers. Er wolle die "junge" Prinzessin heiraten, meinte Rojas. Ob sich diese skurrile Hochzeit tatsächlich positiv auf die lokale Wirtschaft des Fischerdorfes ausschlägt, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Aber auf jeden Fall ist es eine gute Geschichte, die eventuell den Tourismus ankurbeln könnte.

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