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Michael Jackson als Plastinat in "Körperwelten"?

Popstar Michael Jackson hat offenbar Interesse bekundet, sich im Falle seines Ablebens von Gunther von Hagens plastinieren zu lassen. Das hieße dann wohl "Dr. Tod" träfe auf den "King of Pop", ob das wirklich gut geht?

Die Plastination ist ein Verfahren, das der Anatom Gunther von Hagens Anfang der 90er-Jahre an der Universität Heidelberg entwickelte. Die Zellflüssigkeit menschlicher Leichen wird dabei durch Kunststoff ersetzt. Von Hagens Plastinate von Menschen und menschlichen Organen sorgen schon seit vielen Jahren für hitzige Diskussionen. Viele Kritiker sehen seine Wanderausstellung "Körperwelten" als Angriff auf die menschliche Würde, weil Körper scheibchenweise zur Schau gestellt werden.

Irgendwann könnte eines dieser Scheibenplastinate von keinem geringeren als Michael Jackson kommen. In letzter Zeit versucht Jacko ja den letzten Cent aus sich herauszuholen, versteigert fast seinen gesamten Neverland-Besitz und kündigt einen Konzertmarathon in London an. Wie "Bild.de" berichtet, hätte ein Mitarbeiter von Jackson nun Kontakt zum Plastinator von Hagens aufgenommen. Der Mediziner schwärmt gegenüber der Zeitung: "Ich könnte Michael die körperliche Unsterblichkeit schenken – durch seine Musik ist er es bereits! Als Plastinat könnte er konsequent fortführen, was er schon zu Lebzeiten realisierte: Seinen Körper nach seinen Wünschen modellieren zu lassen."

Von Hagens sagte weiterhin, dass er Michael Jackson gerne persönlich durch seine Ausstellung führen würde und den Tierlieben Popstar auch neben einen Schimpansen oder eine Giraffe stellen könnte. Das sind ja sensationelle Aussichten. Sonderbar sind seine Kommentare aber schon: Scheinbar geht der 64-Jährige von Hagens selbst davon aus, dass der 50-jährige Michael Jackson auf jeden Fall vor ihm sterben wird, wie sonst sollte er ihn zum Plastinat machen?

Bild: Körperwelten.com, MJackson.net

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