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Michael Jacksons Tod bleibt vorerst ein Rätsel

Der Tod von Michael Jackson ist weiterhin ein großes Mysterium. Immer mehr rätselhafte Details kommen ans Tageslicht. Laut der bristischen Zeitung "The Sun" habe der Sänger bei seinem Tod zahlreiche Narben am Körper gehabt und er soll eine Perücke getragen haben. Eine zweite Obduktion soll Licht ins Dunkel bringen. Eine ehemalige Angestellte von Jackson erzählt außerdem von gefährlichen Drogencocktails, die der King of Pop jahrelang täglich genommen habe. Dessen Eltern Katherine und Joe Jackson (Bild links) kämpfen derweil um das Sorgerecht seiner Kinder. Und Jacksons Ex-Frau Debbie Rowe zweifelt die Vaterschaft von Jacksons Kindern an.

Schon zu Lebzeiten gab die Figur Michael Jackson viele Rätsel auf. Das ist im Tod nicht anders: Nur 51 Kilogramm bei einer Größe von 1,77 soll Michael Jackson an seinem Todestag gewogen haben. Seine Leiche soll laut "The Sun" am ganzen Körper Narben und Verletzungen aufgewiesen haben. Im Magen habe er nur teils aufgelöste Tabletten gehabt. Kein Wunder: Jacksons ehemalige Sekretärin und Kindermädchen Grace Rwaramba behauptete laut "Netzeitung", dass der Popstar schon seit Jahren einen gefährlichen Mix aus Schmerzmitteln, Antidpressiva und Mitteln gegen Angstzustände zu sich genommen habe. Bis zu acht Medikamente täglich sollen es gewesen sein. "Ich musste ihm mehrere Male den Magen auspumpen, um eine Überdosis zu verhindern", sagte sie. Jacksons Zustand sei teilweise so desolat gewesen, dass sie die Kinder nicht zu ihrem Vater ließ.

Um diese Kinder, Prince Michael Jr., Prince Michael II und Paris, entbrandet nun ein Streit ums Sorgerecht. Joe Jackson sagte laut der Los Angeles Times, dass nur er und seine Frau Katherine die Vollmacht über Michael und seine drei Kinder hätten. Ein Richter hat entschieden, dass die 12, 11 und 7 Jahre alten Kinder vorerst bei ihrer Großmutter leben sollen. Katherine Jackson sei laut max.de vorerst deren Vormund. Außerdem wollen die beiden 79-Jährigen die Kontrolle über Jacksons Vermögen. Am 3. August soll eine endgültige Entscheidung fallen.

Jacksons Ex-Ehefrau Debbie Rowe sagte derweil, dass der King of Pop gar nicht der Vater von Prince Michael Jr. und Paris sei. "Ich wurde in einer Klinik künstlich befruchtet", so die ehemalige Krankenschwester. Damit der Eindruck einer normalen Familie entstehe, habe Michael Jackson die Hochzeit gewollt. Sie habe es aus Mitleid getan, sei aber dafür bezahlt worden, dass sie die Kinder zur Welt bringt. Jackson sei aber auf keine Fall der Vater. Das Geld war auch als Schweigegeld gedacht, so Jacksons Ex-Frau. Die Mutter von Jacksons drittem Kind, Prince Michael II, ist unbekannt. Eine Leihmutter hat den Jungen ausgetragen.

Unterdessen hat Jacksons Privatarzt Dr. Conrad Murray (Bild rechts) sein Schweigen gebrochen. Laut stern.de versuchte der Herzspezialist, den leblosen Sänger mit einer Adrenalinspritze wieder zu beleben. Er habe noch einen schwachen Puls in der Oberschenkelarterie gefühlt. Eine Stunde vor dem Herzversagen soll der King of Pop eine Spritze mit dem Schmerzmittel Demerol erhalten haben, die wohl zum Tod geführt hat. Dr. Murray versicherte, dass er nicht derjenige war, der Jackson das Mittel verabreichte. Der Arzt hatte sich durch ein schnelles Flüchten von Jacksons Anwesen und anschließendem Untertauchen verdächtig gemacht. Die Polizei verhörte ihn mehrere Stunden. Laut gala.de sei es aber ungewiss, wer dem Ausnahmemusiker das unheilvolle Medikament gespritzt habe. Jackson habe in den letzten Monaten eine ganze Armee von Ärzten um sich geschart. Für Vater Joe Jackson sei aber Dr. Conrad Murray mitverantwortlich für Michael Jacksons Tod. Ihm gefalle nicht, was passiert sei, sagte Joe Jackson dem Nachrichtensender CNN. Nun wartet die Welt auf das toxikologische Ergebnis der Obduktion, das wohl Klarheit bringen soll.

Bekannt wurde jetzt, dass Dr. Murray beim Wiederbelebungsversuch amateurhafte Fehler machte. Jackson soll auf einem Bett gelegen haben, als der Arzt mit der Herzmassage begann. Genug Druck kann aber nur aufgebaut werden, wenn der Patient auf einem harten Untergrund liegt. Außerdem sei der Arzt hoch verschuldet gewesen und weder von Jacksons Familie noch seinen Beratern anerkannt gewesen.

Der Familienpatriarch Joe macht sich derweil selbst unbeliebt, weil er bereits erste Schritte zur Vermarktung seines toten Sohnes ankündigte. Fans werfen dem 79-Jährigen in Internetforen Leichenfledderei vor. Joe Jackson dementierte unterdessen, dass sein Sohn Michael am Mittwoch auf der Neverland Ranch beigesetzt werde. Die Familie wolle erst Klarheit über die Todesursache, bevor sie sich Gedanken über die Bestattung mache. Laut Los Angeles Times soll das riesige Anwesen zu einer Gedenkstätte im Stile von Elvis Presleys Graceland werden. Ob Beerdigung, Erbe, Sorgerecht oder Todesursache, der Tod von Michael Jackson bleibt weiterhin ein großes Rätsel.

Bild: You Tube, You Tube

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