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Michael Schumacher soll eine Lungenentzündung haben

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Es gibt leider wieder Besorgnis erregende Meldungen zu Michael Schumacher: In der Aufwachphase aus dem künstlichen Koma soll der Formel-1-Rekordweltmeister laut Informationen der "Bild"-Zeitung nun angeblich an einer Lungenentzündung erkrankt sein. Die Ärzte im Universitätskrankenhaus von Grenoble sollen dies vergangene Woche festgestellt haben. Unklar ist, wie gefährlich so eine in der Fachsprache Pneumonie genannte Erkrankung für Michael Schumacher in der aktuellen Lage ist.

Prof. Heinzpeter Moecke, der Leiter des Institutes für Notfallmedizin der Asklepios Kliniken Hamburg, erklärte gegenüber BILD, weshalb eine Lungenentzündung im Koma für Michael Schumacher so gefährlich sein würde: "Eine Lungenentzündung ist generell eine schwere und gefährliche Erkrankung, weil der Körper mit weniger Sauerstoff versorgt und insgesamt sehr geschwächt wird." Bei Intensiv-Patienten seien die Abwehrkräfte stark geschwächt und die Krankheit könnte im schlimmsten Fall zum Versagen diverser Organe führen. Und auch zum Tod. Laut dem Bericht der BILD sollen die Ärzte Schumacher mit starken Antibiotika gegen die Lungenentzündung behandelt haben. Ob wegen der Infektion die Aufwachphase unterbrochen werden musste, sei aber nicht bekannt.

Schumis Managerin Sabine Kehm wollte die Spekulationen zur angeblichen Lungenentzündung bisher weder bestätigen noch dementieren: "Wie immer in solchen Fällen lautet meine Antwort, dass Meldungen zu Michaels Gesundheitszustand, die nicht von den behandelnden Ärzten oder seinem Management stammen, als Spekulation angesehen werden müssen." Die bislang letzte offizielle Mitteilung zum Zustand Schuhmachers war, dass die Narkosemittel Ende Januar reduziert worden seien und die Aufwachphase eingeleitet worden sei. Sollte diese auch weiterhin noch nicht beendet worden sein, würde dies bedeuten, dass Michael Schumacher sich seit mehr als 45 Tagen im künstlichen Koma befindet.

Michael Schumacher war am 29. Dezember bei Méribel in Frankreich beim Skifahren verunglückt. Er hatte die markierte Piste nur wenige Meter verlassen und sein Kopf war bei einem Sturz auf einen Felsen geprallt. Dabei erlitt der zweifache Familienvater ein schweres Schädelhirntrauma und musste zweimal notoperiert werden. Danach wurde er von den Ärzten ins künstliche Koma geschickt.

Schuhmachers Familie, seine Fans, Teamkollegen und zahlreiche Sportlerkollegen leiden und fühlen mit dem erfolgreichsten Piloten der Formel-1. Schumachers ehemaliger Ferrari-Teamkollege Felipe Massa, der Schumacher immer "seinen Professor" nannte, sagte am gestrigen am Dienstag in São Paulo: "Ich bete jeden Tag für ihn, seit der Unfall passiert ist. Ich hoffe, er ist stark, kann aufwachen und so leben wie früher."

Lukas Podolski sendet immer wieder Botschaften an seinen Freund via Twitter oder Facebook. Für das Fußballspiel des FC Arsenal gegen Manchester United am Mittwoch ließ sich Podolski eine Widmung sogar auf seine Schuhe schreiben: "kämpfe michael #getwellsoon" (auf deutsch: "werde schnell wieder gesund").

Der Rennstall von Ferrari hat schon seit Wochen auf der Homepage eine Rubrik namens "ForzaMichael" eingerichtet. Insgesamt 72 Gruß- und Genesungswünsche sendete Ferrari darüber an seinen ehemaligen Star-Angestellten - das sind so viele Wünsche wie Grand Prix-Gewinne, die Schumacher für Ferrari eingefahren hat.

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