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Millionen-Bauprojekt: Josef Fritzl lässt aus dem Knast Häuser bauen

Im März 2009 wurde der heute 76-jährige Österreicher Josef Fritzl zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt, weil er seine Tochter über 24 Jahre lang in seinem Haus in Amstetten gefangen hielt, sie vergewaltigte und mit ihr sieben Kinder zeugte – nun sorgt Fritzl aus dem Gefängnis heraus wieder für große Aufregung, über seinen Anwalt ließ er in den letzten Monaten ein Bauprojekt anrollen, die Stadtverwaltung gab nun grünes Licht für den Häuser-Bau.

Insgesamt dreizehn Einfamilienhäuser und einen Bürogebäude-Komplex will Fritzl direkt in seinem Heimatort bauen lassen, den Antrag hatte er beim Bauamt schon im Jahre 2006 gestellt, also zwei Jahre bevor sein Doppelleben aufgeflogen war. Fritzls Anwalt kümmerte sich in der Folge weiter um das Projekt, nun gaben die österreichischen Behörden grünes Licht für den Bau.

Die Bewohner von Amstetten indes gehen auf die Barrikaden, sie wollen nicht, dass der verurteilte Vergewaltiger auch noch Einfluss auf ihr Stadtbild hat. Schon das Wohnhaus Firtzls ist ihnen ein Dorn im Auge, doch unter der Woche konnte sich die Stadtverwaltung nun dazu durchringen, das sog. 'Horror-Haus' endgültig abzureißen. In den letzten Monaten hatte Fritzl noch darum gekämpft, es aus dem Gefängnis heraus gewinnbringend zu verkaufen.

In der Vergangenheit scheint Josef Fritzl ein Händchen für Häuser und Immobilien gehabt zu haben – in ganz Österreich soll er über mindestens acht Wohnhäuser verfügen, nur so konnte er das aktuelle Bauprojekt finanziell auch in die Wege leiten. Doch obwohl der Ärger der Bewohner gegen den Häuser-Bau enorm ist, juristisch gibt es keinen Weg. Denn auch wenn Fritzl ein verurteilter Verbrecher ist, stehen ihm natürlich die gleichen Rechte zu, wie jedem anderen Staatsbürger auch. Sollten die Fritzl-Häuser tatsächlich gebaut werden, müsste sich Amstetten wohl damit abfinden...

Quelle: Augsburger-Allgemeine.de
Bild:: Youtube 1 und 2

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