Excite

Mindestens 65 Tote bei schwerem Zugunglück in Indien

Ein Zugunglück in Indien hat mindestens 65 Tote und über 200 Verletzte gefordert, doch wird hinter dem Unglück ein Anschlag von maoistischen Rebellen vermutet. Wie die Tagesschau berichtet, bestätigte der örtliche Polizeichef, dass vor Ort Flugblätter der Rebellen gefunden worden seien.

Über den genauen Ablauf des Unglücks gibt es allerdings widersprüchliche Aussagen. Die Polizei der indischen Provinz Westbengalen spricht von Sabotage. Die Eisenbahnministerin Mamata Banerjee sagt hingegen, dass der Zug durch die Explosion eines Sprengsatzes aus den Schienen geworfen worden sei. Das Unglück ereignete sich im Distrikt West-Midnapore, das rund 135 Kilometer südwestlich von Kolkata, der Hauptstadt des Bezirks Westbengalen, liegt.

In der Region gibt es immer wieder Anschläge der maoistischen Rebellengruppe, den sogenannten Naxaliten. Bereits Anfang des Monats kamen bei einem Anschlag auf einen Bus insgesamt 31 Polizisten und Zivilisten zu Tode. Die Rebellen verfügen laut Regierungsangaben über 10.000 bis 20.000 Kämpfer und fordern Landbesitz für Arbeiter und Arme. Nach eigenen Aussagen orientiert sich die Gruppe bei ihrem Kampf am chinesischen Revolutionsführer Mao Tse Tung.

Bei dem verunglückten Zug handelt es sich um den Gyaneshwari Express. Hauptsächlich die Schlafwagen seien durch die noch ungeklärte Unfallursache auf das Parallelgleis gestürzt. Dort näherte sich ein Güterzug und erfasste die Waggons. In den zerstörten Abteilen wird derzeit noch das Überlebenden gesucht, so dass es bislang nur Schätzungen zu den Toten und Verletzten des Zugunglücks in Indien gibt.

Bild: Youtube

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2016