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Mischwesen aus Mensch und Tier erschaffen

Es geht hier nicht um einen neuen Frankenstein-Film. Nein, sondern um wissenschaftliche Erkenntnisse der Newcastle University in Newcastle upon Tyne.

So haben britische Forscher zum ersten Mal ein Mischwesen aus Mensch und Tier gezüchtet, wobei das menschliche Erbgut in die Eizellen von Kühen übertragen wurde. Die Schaffung von Chimären oder Hybriden, also Mischwesen aus Mensch und Tier, ist in Großbritannien - anders als in Deutschland - nämlich völlig legal.

Das Team um Professor John Burn hat das Erbgut aus einer menschlichen Hautzelle entnommen und dann in die Eizelle einer Kuh injiziert, deren eigene Erbinformation zuvor entfernt wurde.

Keine Frage, dass hier ethische Bedenken laut werden. So Erzbischof von St Andrews und Edinburgh, Kardinal Keith O'Brien: "Es gibt kaum eine Forschung, die die Unantastbarkeit und Würde des menschlichen Lebens stärker attackiert." Doch Burn kontert: "Wir sind ethisch völlig korrekt vorgegangen. Unsere Experimente sind zugelassen und wurden sorgfältig geprüft und durchgeführt."

Die Embryonen, die die Forscher drei Tage lang am Leben erhielten, könnten niemals außerhalb des Labors weiterleben. Und Burn erläutert seine weiteren Ideen: "Im nächsten Schritt wollen wir die Embryonen sechs Tage lang leben lassen. Erst ab diesem Alter können wir Stammzellen gewinnen." Aber: "Es stand nie zur Debatte, die Hybriden austragen zu lassen."

Die Forscher hoffen mit ihren Experimenten neue Wege zur Bekämpfung schwerer Krankheiten zu finden. So wollen sie mit den Zellen aus den menschlichen Hybriden Stammzellen gewinnen, die zum Beispiel zur Heilung angeborener Krankheiten beitragen könnten.

Quelle: Welt-Online
Bild: Timo (Flickr)

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