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Miss Universe mit peinlichem Blog-Eintrag

Hohn und Spott für die amtierende Miss Universe Dayana Mendoza aus Venezuela. Noch im Juli des vergangenen Jahres erfüllte sie ihre Landsleute mit Stolz, weil sie in Vietnam zur schönsten Frau des Universums gewählt worden war. Nun schütteln auch die sicher nur ihren Kopf, denn die 22-Jährige Mendoza hat vom US-Gefangenenlager Guantanamo geschwärmt wie von einem Urlaubsort.

Die Venezolanerin war in ihrer Funktion als Miss Universe zu Besuch auf Kuba und machte bei der Gelegengeit auch eine Führung in Guantanamo. Anschließend schrieb sie in ihrem Blog über den aus ihrer Sicht idyllischen Ort, berichtet u.a. "Welt Online". Insgesamt sei der Aufenthalt eine "unglaubliche Erfahrung" gewesen und Dayana Mendoza resümierte begeistert: "Es hat soooo viel Spaß gemacht." Diese Aussagen alleine hätten schon gereicht. Das umstrittene Gefangenenlager Guantanamo steht schließlich seit vielen Jahren im Brennpunkt der Diskussion um Folter und Justiz. Miss Universe Mendoza allerdings legte noch nach in ihrem Blog.

Begeistert beschreibt die Junge Frau, was sie auf der Militärbasis erlebt hat. "Wir haben auch die Militärhunde getroffen, und sie haben gezeigt, was sie alles können. Die ganzen Typen von der Armee waren wundervoll." Sie spricht auch über die Orte, an denen sich die Gefangenen "mit Filmen, Kunstkursen und Büchern erholen." Der Satz, der in der internationalen Presse jedoch für den meisten Spott gesorgt hat, folgte erst am Ende: "Ich wollte gar nicht mehr weggehen, es war so ein erholsamer Ort, so ruhig und schön."

Nun weiß man immerhin, dass hinter solchen Blogs nicht immer PR-Leute stehen, aber was die junge Frau beflügelt hat, so über Guantanamo zu schreiben, ist vielen ein Rätsel. Es scheint jedenfalls, dass sie in nächster Zeit Nachhilfe in politischer Bildung bekommen wird. Das 'Miss Universe Organisation' hat den Eintrag bereits gelöscht und eine Erklärung hereingestellt, die den Leser nicht weniger für dumm verkauft: "Dayana Mendozas Kommentar bezog sich auf die Gastfreundschaft, die sie bekam, während sie Mitglieder des US Militärs und ihre Familien traf, die in Guantanamo stationiert sind." Der ein oder andere gibt sich mit dieser Erklärung wohl zufrieden, der Rest bleibt dabei: Dayana Mendoza ist wohl hauptsächlich wegen ihrer Schönheit zur Miss Universe gemacht worden.

Bild: MissUniverse.com

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