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Missbrauchsfälle: Papst äußert sich klar

Mit überraschend klaren Worten verurteilte Papst Benedikt XVI nun zum ersten Mal die vielen Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche. Bei seinem Flug nach Portugal, wo er für vier Tage bleiben wird, stellte er sich den vielen Fragen der Journalisten und fand deutliche Worte.

Die Missbrauchsfälle in Deutschland und Irland standen im Fokus der Fragen der Schreiberlinge. 'Der größte Angriff auf die Kirche kommt heute aus dem Inneren der Kirche – durch die Sünde', sagte Papst Benedikt XVI. Die Kirche sehe das derzeit in einer sehr erschreckenden Weise.

Die Lösung für die ganzen Probleme sieht der Papst laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung in 'Sühne, Gebet, Akzeptanz und auch Vergebung'. Eine sehr religiöse Sichtweise, die er aber mit einem Nachsatz zurecht rückt: 'Vergebung ersetzt aber nicht die notwendige Gerechtigkeit.'

Der geistige Vater der katholischen äußerte sich aber nicht nur zu den Missbrauchsfällen, sondern auch zu der Wirtschaftskrise in Portugal. Der Papst plädierte für ethische Grundlagen und warnte laut der FAZ vor einem rein ökonomischen Pragmatismus. Die Krise zeige, dass die Ethik wieder Einzug ins Denken der Menschen erhalten müsse. Klare Worte von Papst Benedikt XVI, nicht nur zur Wirtschaftskrise, sondern vor allem zu den Missbrauchsfällen der katholischen Kirche.

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