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Modedroge Spice per Eilverordnung verboten

Nun also ist es im wahrsten Sinne des Wortes "amtlich": Per Eilverordnung unterbindet der Bundestag den freien Verkauf der sog. Modedroge Spice und verbietet mit sofortiger Wirkung den Vertrieb sowie den Konsum der Substanz. Schon vor einigen Tagen hatte die Drogenbeauftragte Sabine Bätzing das Spice-Verbot angekündigt.

Bislang konnte man das Kräutergemisch Spice frei erwerben, und besonders binnen der letzten Monate nahm die Beliebtheit der Droge rasant zu. Offiziell lief das Produkt unter dem Etikett "Räuchermischung zum Beduften von Räumen" und wurde zum Preis von 30 Euro pro drei Gramm in silber glänzenden Tütchen verkauft. Vor einem Konsum von Spice wurde nur aus Formalitätsgründen gewarnt.

Dass es sich aber bei Spice keineswegs nur um harmlose Kräuter handelte, bestätigte nun auch das Bundeskriminalamt. So enthalte Spice das synthetische Cannabinoid CP-47,497. Dieses wirke ähnlich wie der Hauptwirkstoff der Cannabispflanze – THC – sei aber um ein vielfaches stärker und dazu noch unberechenbarer. Außerdem könnten durch den Verbrennungsprozess im Körper giftige und krebserregende Stoffe freigesetzt werden.

Beim Konsum wirkt Spice zunächst stark euphorisierend, dann enthemmend und endet schließlich in einer enormen Müdigkeit. Besonders beliebt wurde die Droge auch deshalb, weil sie bislang mit den gängigen Methoden nicht nachweisbar war. So konnten berauschte Autofahrer nicht überführt werden. Vor einer Gefahr für den Straßenverkehr in Kombination mit Spice aber warnte das Bundesinstitut für Risikobewertung schon im vergangnen November. Das Spice-Verbot per Eilverordnung ist nun die Konsequenz.

Quelle: Welt., N-tv.de
Bild: Niels Heidenreich (Flickr)

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