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Nach Berlusconis Rücktritt bildet Mario Monti eine Übergangsregierung

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Nach dem Rücktritt von Berlusconi am vergangenen Samstag Abend, feierten tausende vor dem Präsidentenpalast in Rom und an anderen Orten. Nun wartet Italien auf die Bildung einer neuen technischen Regierung durch Mario Monti, der das Land aus der Finanzkrise führen soll. Der neue Regierungschef, Ökonom und ehemalige EU-Kommissar, wurde durch den Präsidenten der Republik Giorgio Napolitano benannt.

Mario Monti begann gestern mit Konsultationen mit verschiedenen politischen Gruppen, bevor es zur Vertrauensabstimmung im Parlament für die Bildung der neue Regierung kommen wird. Die neue technische Regierung wird wichtige Schritte unternehmen müssen, um die angeschlagene italienische Wirtschaft zu stärken und das Vertrauen der Märkte wiederherzustellen. In seiner ersten Äußerung sagte der 68-jährige Wirtschaftsprofessor, er übernehme das Amt in großem Verantwortungsbewusstsein und als Dienst an seinem Land.

Nach der Zustimmung der PDL - Berlusconis Partei- zu Monti, forderte der Ex-Ministerpäsident am Sonntagabend in einer Videobotschaft zur Geschlossenheit im Interesse des Landes auf: "Nur dann können wir diese Herausforderung gewinnen", sagte er. Berlusconi dankte den Italiener "für die Kraft und die Zuneigung, die sie gezeigt haben", und lobte die Arbeit seiner Regierung. Doch Berlusconi-Gegner haben zu früh gejubelt: Um das Land voranzubringen, werde er nun seine Kräfte in der Politik und im Parlament sogar verdoppeln.

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