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Nach Burka-Verbot halten anonyme Bombendrohungen Paris in Atem

Seit gestern Abend halten anonyme Bombendrohungen die gesamte Stadt Paris in Atem. Nachdem ein Anruf bei der Polizei eingegangen war, sperrte die Polizei kurzerhand den gesamten Eiffelturm sowie das davor liegenden Marsfeld. Experten gehen mittlerweile fest davon aus, dass die Bombendrohungen mit dem durch das Parlament erlassenen Burka-Verbot zusammenhängen dürften.

Ebenfalls am Dienstag hatte der französische Senat mit nur einer Gegenstimme für das Verbot der Verschleierung im öffentlichen Raum gestimmt. Wer also nach in Kraft treten des Gesetzes im kommenden Frühjahr mit vermummtem Gesicht auf die Straße tritt, muss mit einem Bußgeld bis zu 150 Euro rechnen. In Frankreich hatten Experten schon damit gerechnet, dass es nach dem Gesetzes-Erlass zu Unruhen kommen könnte.

Und diese ließen ganz offensichtlich nicht lange auf sich warten – im Vorfeld hatte die in Nordafrika sitzende Gruppe von Al-Qaida (AQMI) mit Terroranschlägen in Frankreich gedroht. Prompt folgten die Bombendrohungen, wegen derer der Pariser Eiffelturm innerhalb von nur einer halben Stunde vollständig geräumt wurde. Im Anschluss durchsuchten Polizeihunde den gesamten 324 Meter hohen Turm, jedoch ohne Erfolg.

Auch die S-Bahnstation S. Michel im Herzen der Metropole in der Nähe zur Kathedrale von Notre Dame wurde kurzerhand geräumt, zahlreiche Züge mussten ausfallen. Zwar wurde auch hier nichts verdächtiges gefunden, die Polizei aber musste zwischenzeitlich auf die zweit höchste Alarmstufe der Stadt schalten. Und auch heute noch ist Paris nach Burka-Verbot und Bombendrohung in Aufregung.

Quelle: Focus.de
Bild: YouTube

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