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Nach dem Erdbeben bedrohen nun giftige Chemikalien die Opfer in China

Nach dem verheerenden Erdbeben bekommt China es nun mit giftigen Chemikalien zu tun. Zuletzt standen der Volksrepublik Überschwemmungen bevor, weil zahlreiche Dämme zu brechen drohten. Hundertausende von Menschen wurden evakuiert, sind tot oder vermisst. Millionen haben ihre Heimat verloren, am Dienstag sind durch zwei Nachbeben 420.000 Häuser eingestürzt. Neben den drohenden Flutwellen der überfüllten Flussläufe stellen nun auch noch Gifte eine Gefahr für die Erdbebenopfer in China dar.

Einem Medienbericht zufolge befinden sich 5.000 Tonnen giftiger Chemikalien, darunter Schwefelsäure und Salzsäure, unterhalb eines Stausees, den Erdrutsche verursachten. Bei einem Dammbruch, wie er befürchtet wird, würden die Substanzen weggespült werden. Neben den bisherigen Folgen des Bebens vom 12. Mai hätte China dann auch noch mit den Auswirkungen einer Umweltkatastrophe zu kämpfen. In dem Erdbebengebiet um die Provinz Sichuan ist außerdem das wichtigste Atomwaffen-Labor.

Hunderte von Soldaten arbeiten an einer Abflussrinne, um zu verhindern, dass die enstandenen Seen über der Stadt Beichuan durch die Dämme brechen. Außerdem wird versucht, die gefährlichen Chemikalien zu bergen, wie es schon mit dem Großteil des radioaktiven Materials geschehen sein. Die Gefahren sind allerdings dadurch nur teileweise gebannt. Gewitter und Niederschläge werden die Situation in der Region in der nächsten Zeit noch verschlimmern. Dazu gehen Experten davon aus, dass die Nachbeben noch Monate anhalten können.

Nach der schlimmen Naturkatastrophe gehen die Behörden von bisher 68.000 Todesopfern aus. Etwa 20.000 Menschen werden noch vermisst und 362.000 sind zum Teil schwer verletzt. Nach 150.000 Evakuierten werden weitere 1,2 Millionen Menschen darauf vorbereitet, ihr Haus zu verlassen, um in Sicherheit gebracht zu werden. Die bevorstehende Bedrohung durch Chemikalien nach dem Erdbeben in China wird die Situation sicher nicht einfacher machen.

Quellen: Welt Online, FAZ.net

Bild: Shu Di (Flickr)

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