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Nach dem Flugzeugunglück von Madrid wird nun nach Ursachen gesucht

Nach dem schweren Flugzeugunglück in Madrid wird nun nach den Ursachen für die Katastrophe gesucht. Nachdem die Zahl der Todesopfer gestern stündlich wuchs sind die schrecklichen Ausmaße des Unglücks nun bekannt. 153 der 172 Passagiere starben in den Flammen. Kurz nach dem Start hatte eines der Triebwerke der Maschine vom Typ McDonnell Douglas MD-82 Feuer gefangen, so dass das Flugzeug bei der Notlandung über die Startbahn hinausschoss. Der Flugschreiber konnte geborgen werden, der zuständige Richter verhängte nun aber eine Nachrichtensperre, so dass zunächst weiter spekuliert wird.

Soweit sich Regierungssprecherin Nieves Goicoechea äußerte, wird ein Anschlag als Ursache völlig ausgeschlossen. Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero sprach von dem Flugzeugunglück als "Tragödie". Medienberichten zufolge gab es vor dem Start der Maschine bereits Schwierigkeiten mit einem Temperatur-Messgerät, welche jedoch behoben wurden. Der Flug startete dann mit einer Stunde Verspätung. Es hieß außerdem, dass es weitere Ursachen als nur den Triebwerkausfall gegeben haben muss, da der Flugzeugtyp auch mit einem Triebwerk starten könne.

Von den 19 Überlebenden sind bisher 17 identifiziert, darunter befinden sich auch zwei Kinder. Über die Nationalitäten der Überlebenden sind bisher keine genaueren Angaben gemacht worden. Die Fluggesellschaft SpanAir hat auf seiner Internetseite eine Liste mit den Namen der Passagieren veröffentlicht, außerdem richtete sie eine Info-Hotline für Angehörige ein. Noch immer ist nicht klar, ob sich die vier Deutschen, die ein Ticket für den Flug gebucht hatten, an Bord der Maschine befanden. Bundeskanzlerin Merkel sprach Zapatero unabhängig davon bereits ihr Beileid aus. Heute will die spanische Königsfamilie mit den Angehörigen der Opfer sprechen und die Überlebenden in den Krankenhäusern besuchen.

Nachdem der Flughafen Madrid sofort gesperrt worden war, normalisierte sich der Flugverkehr in der Nacht zum Donnerstag wieder. Bei dem Vorfall handelt es sich um die schwerste Flugkatastrophe Spaniens seit mehr als 30 Jahren. Im März 1977 starben 583 Menschen beim Zusammenstoß zweier Boeings auf dem Flughafen Teneriffa. Nun laufen die Ermittlungen zu den Ursachen des Flugzeugunglücks in Madrid.

Quelle: Welt Online, FOCUS Online
Bild: YouTube

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