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Nach Kunstversteigerung bei Christie's – Chinese verweigert Zahlung für Bronzestatue

Es war eine der größten und spektakulärsten Kunstauktionen der letzten Jahre – die Versteigerung der Privatsammlung von Yves Saint Laurent und seines Freundes Pierre Bergé. Eines der Höhepunkte der Auktion waren zwei Bronzestatuen aus der chinesischen Qing-Dynastie, am Ende ersteigert für 31 Millionen Euro von einem anonymen chinesischen Bieter.

Und der sorgte nun für einen Eklat! Wie Welt.de berichtet, bekannte sich der Sammler und Höchstbieter Cai Mingchao nun zu der Auktion und erklärte, den Preis für die Bronzestatuen nicht zahlen zu wollen: "Ich möchte hervorheben, dass dieses Geld nicht bezahlt werden kann", sagte Mingchao. Vielmehr habe er mit seiner Protestaktion den Verkauf der Statuen verhindern wollen.

Der Sammler Cai Mingchao ist Chef des Xiamen-Auktionsfirma und brüstete sich nun auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz damit, erfolgreich den Verkauf von "Diebesgut" verhindert zu haben. "Ich habe das im Namen des chinesischen Volkes getan. Jeder Chinese hätte so wie ich gehandelt. Es war mir eine Ehre, das Gebot abgegeben zu haben", erklärte er weiter.

Hintergrund der Geschichte: In der Tat wurden die beiden Bronzestatuen vor rund 150 Jahren bei der Plünderung des Sommerpalastes in Peking durch französische und britische Truppen entwendet. China versucht nun anscheinend mit aller Macht, derartige Kunstgegenstände, die während der Kulturrevolution noch massenweise zerstört wurden, zurückzubekommen. Yves Saint Laurent aber hatte die Bronzestatuen rechtmäßig erworben, so dass Christie's wohl kaum auf eine ordentliche Versteigerung verzichten wird und rechtliche Schritte gegen Cai Mingchao werden derzeit ebenfalls geprüft.

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