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Nachwuchs-Kannibale aus Berlin verurteilt

Das Landgericht Cottbus hat einen 19-jährigen Mann verurteilt, weil er unter anderem Heimbetreuer verletzte, um deren Blut zu trinken.

Der junge Nachwuchs-Kannibale war bereits 2004 wegen Diebstahls belangt und im Therapiezentrum Haasenburg in Berlin und später in Brandenburg untergebracht worden. Er galt zwar als aggressiv, seine perversen Fantasien nahmen die Verantwortlichen jedoch zunächst nicht ernst.

Im August 2007 griff der Jugendliche zur Nagelschere und verletzte zwei Heimbetreuer an Hals und Kopf, um deren Blut vom Boden zu lecken. Zwei Monate zuvor fand sein erster Übergriff auf eine Pädagogin statt. Er wollt ihr ein Stück Fleisch aus dem Hals beißen.

Seit Anfang Februar lief der Prozess gegen den aus dem Kosovo stammenden und in Solingen (Nordrhein-Westfalen) aufgewachsenen Mann. Die Anklage lautete auf versuchten Mord, versuchten Totschlag und schwere Körperverletzung. Da jedoch Fachärzte bei ihm eine schwere, "krankhafte Persönlichkeitsstörung" feststellten, lief es jetzt auf den Langzeitaufenthalt in einer Psychiatrie in Eberswalde hinaus.

Das Verhalten des Jugendlichen wird nun mit aggressiver Musik, Gewalt- und Horrorfilmen in Verbindung gebracht. Wie Welt-Online berichtete, ist aber auch von einer schwierigen Kindheit die Rede gewesen. Das Vorbild des jungen Gewalttäters sei angeblich Armin Meiwes, der Kannibale von Rotenburg.

In wie fern der 19-jährige in der geschlossenen Anstalt von seinen Trieben befreit werden kann, bleibt abzuwarten.

Bild: EssG (Flickr)

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