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Neue Prognose: Meeresspiegel steigt schneller

Eine Folge der Klimakatastrophe ist der steigende Meeresspiegel. Steigt der Spiegel weltweit um einen Meter wären davon unmittelbar 150 Millionen Menschen betroffen. Dass dieser Fall nun schneller eintreten könnte als bisher angenommen, hat in einer neuen Studie der Arktische Rat prognostiziert.

Der Arktische Rat, ein Zusammenschluss der Anrainerstaaten des Arktis und der Ureinwohner Grönlands und der Arktis veröffentlichte die Studie seiner Expertenkommission AMAP (Kurzform für Arctic Monitoring and Assessment Programme) in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Darin korrigieren die Arktis-Experten die Prognose für den Anstieg des weltweiten Meeresspiegels kräftig nach oben. Die letzte Prognose ging bis 2100 von einem Anstieg um 0,19 bis 0,59 Metern aus. In der neuen Studie befürchten die Experten aber, dass der Meeresspiegel bis 2100 zwischen 0,9 und 1,6 Metern ansteigen könnte.

Würde die Prognose der Experten eintreten, hätte dies unmittelbare Folgen für 150 Millionen Menschen weltweit. Auch in einem der Nachbarländer Deutschlands wären die Auswirkungen spürbar. Mehr als die Hälfte des Gebiets der Niederlande liegt weniger als einen Meter über dem Meeresspiegel, ein Viertel der Landesfläche sogar unter dem Meeresspiegel.

Die Ursache für die nach oben korrigierte Prognose des Arktischen Rats liegt im schnelleren Abschmelzen der arktischen Gletscher und des riesigen Inlandeises auf Grönland begründet. Vor allem abbrechende und ins Meer stürzende Eisberge sind dafür verantwortlich. Zudem ist momentan das Ozonloch über der Arktis besonders groß. Dadurch ist die UV-Belastung auch in unseren Breiten dieses Frühjahr besonders hoch. Wissenschaftler empfehlen deshalb sich entsprechend zu schützen. Allerdings, so die Wissenschaftler weiter, handelt es sich dabei um ein temporäres Phänomen und die Ozonschicht über dem Nordpol wird sich bis zum Sommer wieder zurückbilden.

Bild: Rhys Asplundh/flickr.com

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