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Neuer Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung

Der neue Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung ist veröffentlicht. Sofern man den Zahlen glauben kann und sie als representativ einstuft, hat sich einiges verändert beim Konsumverhalten der Deutschen. Neben wenigen Verbesserungen birgt der Bericht aber vor allem alarmierende Ergebnisse.

So ist der Alkoholkonsum junger Menschen teilweise besorgniserregend. Im Jahr 2007 gaben 26% der Befragten an, sich mindestens ein Mal im Monat vorsätzlich zu betrinken. Zwei Jahre zuvor waren es nur 20%. Die 12- bis 17-Jährigen nahmen 2005 wöchentlich 34 Gramm reinen Alkohol zu sich. Diese Zahl stieg auf 50 Gramm. Während sich im Jahr 2000 noch 9.500 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung in die Notaufnahme getrunken hatten, waren es 2006 bereits 19.500.

Alkohol wird allgemein zum immer größeren Problem, nicht nur bei Jugendlichen. Auch der Alkoholkonsum in Schwangerschaften hat zugenommen, insgesamt werden 1,3 Millionen Deutsche als Alkoholiker eingestuft, fast zehn Millionen als "riskant Konsumierende". Ein Aktionsprogramm soll noch in diesem Jahr starten und dem Problem entgegenwirken.

Schließlich haben Maßnahmen gegen Tabakkonsum - Nichtrauchergesetze und das Hochsetzen der Altersgrenze fürs Rauchen auf 18 Jahre - dazu geführt, dass die Zahl der jugendlichen Raucher von 28% im Jahr 2001 auf 18% gesunken ist. Etwa ein Drittel der Erwachsenen sind Raucher. Obwohl die Zahl derjenigen, die regelmäßig Cannabis und andere illegale Drogen konsumieren, zurückgegangen ist, ist die Zahl der Drogentoten gestiegen.

Quelle: tagesschau.de
Bild: robat (Flickr)

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