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Neuseeland: Possum-Weitwürfe ruft Tierschützer auf den Plan

In Neuseeland ist eine Schule nun ins Visier von Tierschützern gerückt, weil es für seine Schüler einen Wettbewerb veranstaltete, in dem es darum ging, tote Possums so weit wie möglich zu werfen. Das Possum – damit ist nicht das Opossum gemeint, wie die Augsburger Allgemeine Zeitung berichtet - ist ein Beuteltier und in Neuseeland eine Plage. Deswegen wird es gejagt und getötet.

Die kleinen Beuteltiere würden sich rasend schnell vermehren und schleppen Krankheiten auf Bauernhöfe, vermeldet der Nachrichtensender n-tv. Deswegen würden die Possums regelmäßig bei einer legalen Jagd getötet. Die Kadaver wurden nun von der Schule in Manawatu für einen Possum-Schleuderwettbewerb anlässlich einer Spendengala genutzt.

Ist das aber nun ein skurriler Brauchtum oder eklige Leichenschändung? Tierschützer jedenfalls bringen die Schule stark in die Kritik. Allerdings nur durch den Wettbewerb. Mit dem Massentöten des Tieres hatten die Schützer bisher keine Probleme, berichtet die Augsburger Allgemeine Zeitung.

Schulleiter Colin Martin allerdings sieht laut n-tv nichts verwerfliches an dem Contest. Die Kinder würden alle auf Bauernhöfen leben und könnten mit dem Thema Tod gut umgehen. 'Sie wurden animiert, sich im Freien aufzuhalten, haben gelernt, dass Waffen keine Spielzeuge sind und haben gelernt, wie man auf humane Art und Weise Tiere tötet', meint der Schulrektor. Außerdem würden bei dem Possum-Schleuderwettbewerb der Schule im neuseeländischen Manawatu noch Spendengelder gesammelt, ein weiterer positiver Nebeneffekt.

Possum-Schleudern

Bild: YouTube

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