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Nobelpreis für Physik 2014 geht an die Japaner Akasaki, Amano und Nakamura für ihre Diodenforschung

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Der Nobelpreis für Physik 2014 geht an drei japanische Wissenschaftler: Akasaki, Amano und Nakamura beschäftigen sich in ihren Forschungen mit neuen Lichtquellen, den Dioden.

Nobelpreis für Physik 2014: Die Entscheidung für die Nobelpreisträger im Bereich Physik, Akasaki, Amano und Nakamura, fiel an diesem Dienstagmorgen um 11.45 Uhr. Es traten wieder insgesamt fünfzig Mitglieder der Nobelversammlung zusammen - allesamt sind Professoren am Stockholmer Karolinska-Institut - und alle fünfzig stimmten über die von dem fünfköpfigen Nobelkomitee favorisierten Kandidaten ab. Gegen 11:30 Uhr trat der Vorsitzende des Nobelpreis-Komitees, Göran Hansen, vor die Mikrofone und nannte die Namen der Preisträger.

Mathematiker und Physiker - sie berechnen auf den Meter genau die Bahnen von Kometen in Milliarden Kilometern Entfernung von der Erde. Sie vermessen Naturkonstanten mit unsagbarer Präzision. Sie sagen uns die Entwicklung des Klimas auf der Erde um Jahrzehnte voraus. Wessen Erkenntnisse sind aber so bahnbrechend, dass er oder sie dafür den mit 900 000 Euro dotierten Nobelpreis bekommt?

In diesem Jahr fiel die Entscheidung auf drei Japaner - der Nobelpreis für Physik 2014 geht an die drei Wissenschaftler Isamu Akasaki, Hiroshi Amano und Shuji Nakamura. In ihren Forschungen beschäftigen sie sich mit der Entwicklung von Dioden.

Im Jahr 2014 wurden wieder einige Hundert Kandidaten aus der ganzen Welt für den Nobelpreis für Physik nominiert, einige Dutzend unter ihnen zum ersten Mal. Und unter den Kandidaten waren auch wieder deutsche Wissenschaftler. Die Namen der Kandidaten für den Physik-Nobelpreis bleiben aber geheim - laut Nobel-Statuten sogar noch fünfzig Jahre bis nach den Entscheidungen.

Insgesamt wurden in diesem Jahr 3000 Wissenschaftler sowie einschlägige Forschungseinrichtungen dazu aufgerufen, Vorschläge für die Nobelpreis-Kandidaten bis zum Februar 2014 einzureichen. Eingegangen sind wohl zwischen 200 und 350 schriftliche Vorschläge. Heute, am 7. Oktober 2014, wird dann der Nobelpreisträger für Physik 2014 gekürt. Es kann nur ein Preisträger sein, oder aber bis zu drei Wissenschaftler treffen. Im vergangenen Jahr bekamen Peter Higgs und Francois Englert, als die "Väter des Higgs-Teilchens", den Nobelpreis für Physik 2013. In diesem Jahr dürfen sich also die Lichtforscher Akasaki, Amano und Nakamura über die Ehrung freuen.

Am gestrigen Montag, den 6. Oktober 2014, wurde der Nobelpreis für Medizin 2014 verkündet - er ging an die drei Hirnfoscher John O’Keefe und das Ehepaar May-Britt und Edvard Moser, welche als die Entdecker des "GPS im Gehirn" gelten. Die Nobelpreisverleihung findet jedes Jahr am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel, in Stockholm statt.

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