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Obama erleidet Rückschlag und muss kämpfen

Der aussichtsreiche Präsidentschaftsbewerber der Demokraten und Hoffnungsträger von Millionen junger Amerikaner - Barack Obama - hat am Dienstag die Vorwahlen in Pennsylvania überraschend deutlich verloren und damit einen herben Rückschlag auf dem Weg ins Weiße Haus erlitten.

Bei den parteiinternen Vorwahlen zur Nominierung des Präsidentschaftskandidaten verlor Obama mit 45% zu 55% gegen seine Rivalin Hillary Clinton.

Zwar war ein Sieg Clintons aufgrund der Bevölkerungszusammensetzung in diesem Staat vorausgesagt worden, und obwohl Obama noch vor einigen Wochen in Umfragen bis zu 20% hinter Clinton lag, versetzt dieser Sieg ihr jetzt im Endspurt des Wahlkampfes einen neuen Schub.

Stimmenmäßig allerdings konnte Clinton mit ihrem Sieg nicht wirklich Boden gutmachen. Obama liegt noch immer, da jetzt in über 40 Bundesstaaten gewählt wurde, mit deutlich über hundert Abgeordnetenstimmen in Führung.

Und die noch ausstehenden Wahlen, wie die kommenden in Indiana und North Carolina, werden bei normalem Verlauf kaum noch ausreichen um Obama rechnerisch einzuholen.

Die Hoffnung Clintons wird deshalb auf den sog. Superdelegierten liegen. Diese werden auf dem Nominierungsparteitag der Demokraten im Spätsommer den Ausschlag geben. Nur wenn Clinton die große Mehrheit von ihnen hinter sich bringen kann, wird sie Obama noch überholen können und ins Rennen gegen John McCain gehen.

Für Obama wird es deshalb mehr denn je in den kommenden Wochen darum gehen, wieder zu demonstrieren, dass er gewinnen kann. Nach der derben Niederlage von Pennsylvania wird es wichtig sein, wieder Zuversicht auszustrahlen, denn das psychologische Moment spielt im amerikanischen Wahlkampf eine außerordentlich große Rolle.

Bild: YouTube

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