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Obama oder McCain? Noch ein Tag bis zur US-Präsidentschaftswahl

Nach gefühlten zwei Jahren der Vorwahlen und politischen Kämpfe stehen die Vereinigten Staaten wie die Welt unmittelbar vor der US-Präsidentschaftswahl. Am morgigen Dienstag wird sich endgültig entscheiden, ob es der Demokrat Barack Obama als erster Afro-Amerikaner tatsächlich ins Weiße Haus schaffen wird.

Unzähligen US-Bürgern sowie Menschen auf der ganzen Welt gilt der eloquente Obama als Inbegriff der Hoffnung. Nicht umsonst führte er einen bislang beispiellosen Wahlkampf, in dem er die Menschen mit einer Botschaft aus Change und Hope begeistern konnte. Aber wird der farbige Barack Obama wirklich das wichtigste Staatsamt in einem noch immer mehrheitlich weißen Amerika erringen können?

Die Umfragen legen dies seit einigen Wochen eigentlich nahe. Konstant führt Obama vor seinem Rivalen – dem Republikaner John McCain – im landesweiten Durchschnitt mit 6-8 Prozentpunkten. Da aber in den USA in jedem Bundesstaat einzeln gewählt wird, sind landesweite Umfrageergebnisse nicht unbedingt entscheidend. Dennoch sind sie ein guter Indikator.

Im aktuellen Poll of Polls des Nachrichtensenders CNN, der den Durchschnitt aller erhobenen Umfragen wiedergibt, konnte Obama auch einen Tag vor der Wahl seinen Vorsprung halten. Demnach führt er derzeit noch immer mit 51% zu 44% der Stimmen. Allerdings sind noch zahlreiche Wähler unentschlossen – in etwa 6%.

Viel entscheidender aber sind ohnehin die Prognosen aus den sog. "Swing-States". In diesen muss gewinnen, wer am Ende Präsident werden will. Und in den letzten Tagen und Wochen konnte sich Barack Obama auch hier entscheidende Vorteile sichern. So führt er derzeit – wenn auch äußerst knapp – in Staaten wie Ohio, Florida oder Nevada. Außerdem konnte er auch in eigentlich klar republikanischen Staaten wir Virginia, North Carolina, Indiana, Missouri, Colorado oder Georgia aufholen oder in Führung gehen.

Derzeit sieht also alles gut aus für Barack Obama – insbesondere die extrem hohen Zahlen der Frühwähler werden gemeinhin als gutes Zeichen für einen Sieg des Demokraten gewertet. Ob aber am Ende Obamas Hautfarbe nicht doch, ein großer Faktor sein wird, kann derzeit niemand voraussagen. Und mahnend erinnern die Demokraten auch an die Wahlkämpfe 2000 und 2004, bei denen Kerry und Gore ebenfalls bei den Umfragen in Führung lagen, am Ende aber knapp gegen Bush verloren. Wer also die US-Wahl am Ende tatsächlich gewinnt, wird sich erst in der Nacht zum Mittwoch entscheiden.

Wen würdet ihr denn wählen? Obama oder McCain?

Quelle: CNN.com
Bild: Pimkie (Flickr)

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