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Obama will Guantánamo so schnell wie möglich schließen

Wie im Wahlkampf häufig versprochen will der frisch gewählte 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika - Barack Obama - das mehr als umstrittene Gefangenenlager in Guantanamo so schnell wie möglich schließen. Allerdings ist dies mit zahlreichen Problemen verbunden, die es erst aus der Welt zu schaffen gilt.

So sieht ein noch inoffizieller Plan Obamas vor, einen Teil der Guantánamo Gefangenen freizulassen, andere vor ein reguläres US-Gericht zu stellen. Dafür aber müsste erst einmal genau entschieden werden, wer tatsächlich freigelassen werde könnte, und bei wem die Beweise für eine Verurteilung ausreichend sind.

Mit den Entscheidungen wird Barack Obama sich Zeit lassen müssen, bis er sein Beraterteam für Sicherheits- und Rechtspolitik beisammen hat. Offen ist auch die Frage, was mit denen passiert, die nach Lage der Dinge freigelassen werden. Amnesty International appellierte gerade an die Europäische Union, die Menschen aufzunehmen, da ihnen in ihrer Heimat Folter und Verfolgung drohe.

Schwierige Aufgaben warten also in Bezug auf die Schließung Guantánamos auf den jüngsten Präsidenten der USA. Vielleicht kann sich Obama bei all den Problemen dennoch ein wenig darüber freuen, dass er gerade als erster Politiker in der 52-jährigen Geschichte der Jugendzeitschrift "Bravo" auf einem ihrer Poster zu finden sein wird...

Quelle: Zeit.de, Stern.de
Bild: Marc Nozell (Flickr)

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