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Oklahoma City: Mindestens 91 Tote nach Tornado

Ein Wirbelsturm in den USA hat ein Feld der Verwüstung hinterlassen: Schulen und Krankenhäuser sind zerstört worden, Präsident Barack Obama hat den Notstand erklärt.

Mit bis zu 320 Stundenkilometern fegte der Tornado über die 55.000-Einwohner-Stadt Moore im US-Bundesstaat Oklahoma hinweg. Nach offiziellen Angaben sind bisher 91 Menschen bei dem Sturm ums Leben gekommen. Behörden bestätigten, dass unter den Toten auch mindestens 20 Kinder seien. US-Präsident Barack Obama hat für das verwüstete Gebiet den Notstand ausgerufen und ordnete Hilfsleistungen des Bundes an. Die Behörde für den Katastrophenschutz (FEMA) stehe bereit und auch die Nationalgarde sei zur Unterstützung mobilisiert worden. Obama lasse sich ständig über die Lage informieren, so ein Vertreter des Weißen Hauses.

Die Gouverneurin des Bundesstaates, Mary Fallin sagte: "Das war ein gewaltiger Tornado." Im gesamten Gebiet habe es viele Opfer und heftige Schäden gegeben. Die Bewohner sind vom Polizeichef aufgefordert worden, Moore übergangsweise zu verlassen. Der Tornado zog in einem zwei Kilometer breiten Streifen über das dicht besiedelte Gebiet und riss alles mit sich. Straßenzüge wurden dem Erdboden gleichgemacht und Autos flogen durch die Luft. In der Plaza Tower Elementary School haben sich zu dem Zeitpunkt angeblich etwa 75 Kinder aufgehalten, die meisten waren Drittklässler. Auch die Briarwood-Schule wurde schwer beschädigt, Opferberichte liegen aber noch nicht vor. Die Behörden hatten das Unwetter erwartet, deshalb waren viele Kinder zuvor in Sicherheit gebracht worden. Rettungskräfte suchen in den Trümmern der Schulen weiterhin nach Überlebenden.

Live-Bilder der Fernsehstationen zeigen Menschen in den Trümmern umherlaufen. Es heißt, der Sturm habe mehr als 300 Häuser zerstört. Ein Augenzeuge beschrieb dem Sender CNN, der Tornado sei "wie in dem Katastrophenfilm Twister" gewesen. Eine Frau erzählte unter Tränen, dass sie alles verloren habe und nur eine Wand von ihrem Haus stehen geblieben sei.

Unwetter sind rings um Oklahoma City häufig, die Gegend befindet sich in der sogenannten Tornado-Passage. Schon 1999 hatte ein Tornado fast dieselbe Route genommen, damals sind 44 Menschen ums Leben gekommen. Seit dem Wochenende gab es eine Serie schwerer Wirbelstürme in den US-Staaten Oklahoma, Kansas, Iowa und Illinois und Missouri.

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