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Ole von Beust: Rücktritt

Hamburgs Regierungschef Ole von Beust tritt zurück. Der CDU-Politiker steht seit neun Jahren an der Spitze des kleinen Bundeslandes. Dem CDU-Landesvorstand teilte er nun mit, dass am 25. August für ihn Schluss sei mit dem politischen Amt.

Mit Ole von Beust, der seit 2001 Hamburgs Erster Bürgermeister und Regierungschef ist, verlieren die Christdemokraten den sechsten Landesregierungschef innerhalb eines Jahres. Der Hamburger Landesvater habe sich seine Entscheidung aber gut überlegt, vermeldet die Nachrichtenagentur dpa.

Ole von Beust nannte es einen 'vernünftigen Zeitpunkt', jetzt von seinem Amt zurückzutreten. Er habe seine Entscheidung nicht vom bald stattfindenden Volksentscheid zur Schulreform abhängig machen wollen. Er habe Kanzlerin Angela Merkel bereits von seinem baldigen Rücktritt unterrichtet. Ein Nachfolger stehe angeblich schon fest. Es soll der bisherige Innensenator Christoph Ahlhaus werden. Die SPD will dagegen Neuwahlen.

Schlagzeilen machte Ole von Beust zu Anfang seiner Amtszeit, weil er sich als schwul outete, was für die konservative CU ungewöhnlich ist. Unangenehm war dagegen seine Koalition mit der eher rechts gerichteten Schill-Partei, was in Deutschland gar nicht gut ankam. Mit seinem Bündnis mit den Grünen im Jahr 2008 bildete Hamburgs Regierungschef die erste schwarz-grüne Koalition auf Landesebene. Nun tritt Ole von Beust zurück.

Ole von Beust erklärt seinen Rücktritt

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