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Oscar Pistorius: Urteil fünf Jahre Haft, inhaftierter Gangführer droht ihm schon

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Das Urteil für Oscar Pistorius ist gefällt, der Südafrikaner muss fünf Jahre ins Gefängnis, weil er der fahrlässigen Tötung an seiner Freundin Reeva Steenkamp für schuldig gesprochen wurde. Nun muss der Prominente also in den Knast. Und dort könnte es ganz schön ungemütlich werden. Ein bekannter Anführer einer Gang droht Pistorius bereits, falls diesem im Gefängnis eine Sonderbehandlung zuteil käme.

In den Gefängnissen von Südafrika herrschen ganz eigene Regeln. Brutale Gewalt ist dort an der Tagesordnung, die Haftanstalten des Landes werden von drei Gangs kontrolliert. Und ein Anführer einer solchen Gang droht Pistorius bereits. Gerüchten zufolge soll für den Paralympics-Star bereits eine Hochsicherheitszelle reserviert worden sein. Allerdings in einem der härtesten Gefängnisse von Südafrika – dem Ksogi Mampuru II, dem Zentralgefängnis von Pretoria.

Doch schon droht man dem südafrikanischen Sportler: "Wenn er denkt, er kann hierher kommen und sich Computer, Handys und einen großzügigen Lebensstil erkaufen, dann soll er wissen: Das wird nie passen, solange ich da bin." Das jedenfalls sagt Khalil Subjee, der Anführer der berüchtigten Gang "26ers". Zusammen mit zwei anderen Clans hat diese Gang die Kontrolle über die Gefängnisse von Südafrika. Und wer sich ihnen nicht anschließt, sieht sich täglichen Bedrohungen ausgesetzt.

Für Oscar Pistorius könnte es sogar noch schimmer können. Er sei ein Kandidat für Gruppenvergewaltigungen, meinte eine von der Verteidigung bestellte Gutachterin. Barry Roux, der Verteidiger von Pistorius, nahm dieses Gutachten und die Interviews mit den Drohungen von Khalil Subjee zum Anlass, auf Hausarrest mit Sozialdienst für Oscar Pistorius zu plädieren. Aber Richterin Thokozile Masipa schickte den Paralympics-Sieger für fünf Jahre in den Knast.

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