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Österreich - Frau war 24 Jahre in Kellerverlies eingesperrt

Unfassbare Nachrichten aus unserem Nachbarland Österreich: Vor wenigen Tagen wurde der grausamste Entführungsfall in der Geschichte des Alpenlandes aufgedeckt. Ein heute 73 Jahre alter Mann hat seine Tochter 24 Jahre lang eingesperrt und immer wieder missbraucht. Sieben Kinder brachte das Opfer Elisabeth F. in dieser Zeit auf die Welt. Nach ersten Berichten stammen alle sieben von ihrem eigenen Vater.

Der Fall erinnert leicht an den von Natascha Kampusch im August 2006. Nach über acht Jahren konnte die damals 18-jährige aus ihrer Gefangeschaft fliehen. Die gestern ans Tageslicht getretenen Verbrechen sind an Grausamkeit kaum noch zu übertreffen. Seit sie elf Jahre alt war, misshandelte Josef F. seine Tochter, mit achtzehn lockte er sie in den Keller und fesselte sie. Das Martyrium in Amstetten (Niederösterreich) ging über ein knappes Viertel Jahrhundert.

Eines der sieben Babies, die Elisabeth F. in den drei kleinen, nur 1,70 Meter hohen Räumen bekam, starb wenige Tage nach der Geburt an Unterversorgung. Zwei Jungs und ein Mädchen sind im Keller geboren und auch dort aufgewachsen. Die anderen drei Kinder nahm Josef F. zu sich und seiner Frau. Den Behörden schilderte er, seine Tochter hätte sie vor seiner Tür abgelegt. Schon 1984 meldete er die junge Frau als vermisst, sie sei drogenabhängig gewesen und hätte bei einer Sekte gelebt.

Elisabeth F. und ihre Kinder mussten viele Jahre ohne Tageslicht leben, leiden durch den Inzest bedingt an Erbkrankheiten. Sie werden derzeit von einem Psychologen-Team betreut. DNA-Tests sollen nun einwandfrei klären, ob tatsächlich alle Kinder durch den Missbrauch des Vaters entstanden sind. Seine 69-jährige Frau, Rosemarie F., gibt an, all die Jahre nichts von der Folter mitbekommen zu haben, weder davon, dass ihre Tochter in ihrem Keller fest gehalten wurde, noch davon, dass dort sieben Kinder zur Welt kamen.

Josef F. ist heute teilweise geständig geworden. Das verstorbene Kind habe er im Heizkessel des Hauses verbrannt. Den Zugang zum Kellerverlies hat der gelernte Elektrotechniker hinter Regalen versteckt und mit einem elektrischen Schloss samt Code gesichert. In den kommenden Tagen werden sicher noch mehr Details der Tragödie bekannt, die polizeilichen Ermittlungen laufen bereits auf Hochtouren.

Quellen: n-tv.de
Bild: YouTube

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